Risikofaktoren für den Herzinfarkt
Herzinfarkt (Myokardinfarkt): Ursachen
Durch Arteriosklerose verschlossene Herzkranzarterien und ein plötzlich erhöhter Sauerstoffbedarf des Herzens sind die häufigste Ursache für einen Herzinfarkt.
Als häufigste Ursache für einen Herzinfarkt gelten die Folgen der Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Durch den Verschluss einer oder mehrerer Herzkranzarterien (Stenose) wird das Herz nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Plötzliche Kraftanstrengungen oder Stresssituationen sind dann oft Auslöser eines Herzinfarkts, da sie neben dem Blutdruck auch den Sauerstoffbedarf des Herzens erhöhen.
Häufig treten Herzinfarkte nachts zwischen zwei und drei Uhr auf, was mit Konzentrationsschwankungen von Blutgerinnungsstoffen und Hormonen zusammenhängt. Weitere Auslöser eines Infarkts können eine Lungenembolie oder ein Kreislaufkollaps sein.
Bei jüngeren Menschen kann eine plötzliche Verkrampfung eines Herzkranzgefäßes (sog. Vasospasmus) die Ursache für einen Herzinfarkt sein.
Das Auftreten eines Infarkts wird durch so genannte Risikofaktoren begünstigt. Sind diese stark ausgeprägt, so steigt die Gefahr. Sind dagegen nur wenig Risikofaktoren bei einem Menschen vorhanden, so steht es um seine Herzgesundheit in der Regel gut.
Die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt
Dabei ist zwischen nicht beeinflussbaren und beeinflussbaren Risikofaktoren für die Herzgesundheit zu unterscheiden. Zu den nicht beeinflussbaren Faktoren gehören:
- ein höheres Lebensalter
- das männliche Geschlecht (Männer erleiden in aller Regel früher einen Herzinfarkt als Frauen)
- eine familiäre Belastung, also ein frühzeitiges oder gehäuftes Auftreten von Herzinfarkten bei nahen Angehörigen und speziell dem Vater oder der Mutter
Während sich solche Faktoren nicht verändern lassen, gibt es andere Risikofaktoren, die durch den individuellen Lebensstil bestimmt werden und auf die Herzgesundheit wirken:
- Bluthochdruck
- Fettstoffwechselstörungen, also zu hohe Blutfettwerte (Cholesterinwerte)
- Diabetes mellitus
- Rauchen
- Bewegungsmangel
- Übergewicht und vor allem Fettleibigkeit (Adipositas)
- anhaltender Stress
Vor allem die Kombination von Risikofaktoren ist fatal für die Herzgesundheit
Gefährlich wird es für die Herzgesundheit vor allem, wenn mehrere Risikofaktoren gleichzeitig wirksam werden, wenn also zum Beispiel ein Mann, dessen Vater in vergleichsweise jungem Alter einen Herzinfarkt erlitten hat, raucht, übergewichtig ist und einen zu hohen Cholesterinwert aufweist.
Menschen mit einem solchen oder ähnlichen „Risikoprofil“ sollten ihre Lebensweise überdenken, raten Experten. Eine gesunde Ernährung und sportliche Aktivität sind diesen Risikopatienten zu empfehlen. Denn wer es schafft, sein Körpergewicht zu reduzieren, bei dem sinken zugleich der Blutdruck und die Blutfettwerte. Wer dann auch noch aufs Rauchen verzichtet, hat mit wenigen Maßnahmen seiner Herzgesundheit schon viel Gutes getan und seine Risikofaktoren erheblich eingeschränkt.
Herzgesundheit beginnt im Kindes- und Jugendalter
Ideal wäre es, wenn schon im Kindesalter damit begonnen wird, Risikofaktoren für Herz und Gefäße zu vermeiden oder abzubauen - sprich: Wenn die Eltern darauf achten, dass ihre Kinder nicht übergewichtig werden und sich viel bewegen. Denn wie es später um die Herzgesundheit bestellt ist, dafür werden bereits im Kindesalter die Weichen gestellt. So erhöhen früh erworbene, herzungesunde Lebensgewohnheiten das Risiko für einen Herzinfarkt im Erwachsenenalter.
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