Spezifische Hepatitis D Behandlung nicht möglich
Eine Hepatitis D Behandlung, die sich gezielt gegen das Hepatitis-D-Virus richtet, gibt es nicht. In der Regel verordnen Ärzte Bettruhe und therapieren lediglich die Symptome.
Als Hepatitis D Behandlung sollten daher Medikamente, die die Leber schädigen können, nicht eingenommen und alle nicht dringend erforderlichen Arzneimittel abgesetzt werden, damit die Leber nicht noch zusätzlich belastet wird. Außerdem ist der Verzicht auf Alkohol wichtig. In etwa 90 Prozent der Fälle heilt die akute Erkrankung bei einer Simultaninfektion folgenlos aus, bei einer Superinfektion kommt dies deutlich seltener vor.
Bei Vorliegen einer chronischen Hepatitis B und D besteht als Behandlung die Möglichkeit, mit Interferon alfa vorzugehen, einer Substanz, die gegen Viren wirkt. Allerdings sind die Erfolgsaussichten eher gering.
Am besten Hepatitis D Ansteckung vermeiden
Solange noch keine Hepatitis-B-Virusinfektion besteht, kann eine Hepatitis-B-Schutzimpfung auch vor einer Hepatitis D schützen. Eine Impfung gegen die Hepatitis D selbst, die z.B. bei bereits vorhandener Hepatitis-B-Virusinfektion vor einer Hepatitis D schützt, gibt es nicht.
Außerdem sollte man beim Geschlechtsverkehr Kondome benutzen, vor allem, wenn man häufiger den Partner wechselt. Drogensüchtigen steriles Spritzenbesteck zur Verfügung zu stellen, z.B. in sogenannten Fixerstuben, ist eine weitere Schutzmaßnahme. Weiterhin werden in Deutschland alle Blutspenden auf das Vorhandensein des Hepatitis-B-Virus geprüft, damit es gar nicht erst zu einer Hepatitis D kommt, dessen Behandlung nicht möglich ist.
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