Hepatitis A bei Kindern und Erwachsenen oft symptomlos
Die Symptome einer Hepatitis A bei Kindern und Erwachsenen unterscheiden sich nicht von denen der anderen Virushepatitiden. Oft beginnt die Erkrankung mit leicht erhöhter Temperatur und Abgeschlagenheit. Daher wird nicht selten zunächst ein grippaler Infekt diagnostiziert.
Hepatitis A bei Kindern und Erwachsenen kann von Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder auch Druckschmerz im rechten Oberbauch begleitet werden. Im weiteren Verlauf kann sich auch eine Gelbsucht (Ikterus) ausbilden. Dabei färben sich die Lederhaut der Augen und die Haut gelb, der Urin wird dunkel und der Stuhl hell. Juckreiz und Hautausschläge kommen mitunter hinzu. Vergrößerungen von Leber und Milz sind weitere mögliche Symptome. Diese auch ikterisch genannte Phase der Erkrankung kann einige Tage, aber auch Wochen andauern.
Doch müssen diese Symptome nicht auftreten. Gerade kleinere Kinder zeigen oft keine oder nur milde Beschwerden. Dennoch können sie das Hepatitis-A-Virus übertragen! Prinzipiell sind infizierte Personen sieben bis 14 Tage vor und bis etwa eine Woche nach Auftreten der Gelbsucht ansteckend, Babys mitunter auch länger. Eine Gelbsucht entwickeln etwa drei Viertel der erwachsenen Erkrankten und knapp die Hälfte der betroffenen älteren Kinder. Bei den unter Sechsjährigen sind es dagegen weniger als zehn Prozent.
Bei etwa zehn Prozent der Erkrankten kann die Hepatitis A länger anhalten, mitunter sogar mehrere Monate. Aber auch dann heilt sie in der Regel folgenlos aus. Nur sehr selten, in etwa 0,1 bis 2 von 1.000 Fällen, nimmt die Hepatitis A einen heftigen Verlauf, zum Teil mit tödlichem Ausgang. Hepatitis A bei Kindern ist zwar auch bedenklich, gefährdet sind aber vor allem Personen im höheren Alter und Personen, bei denen bereits eine chronische Lebererkrankung besteht.
Die Infektion mit dem Hepatitis-A-Virus, auch die symptomlose, hinterlässt in der Regel einen lebenslangen Schutz vor erneuter Ansteckung.
Wie erkennt man Hepatitis A bei Kindern und Erwachsenen?
Die Diagnose einer Hepatitis A bei Kindern und Erwachsenen stellt der Arzt. Wichtige Bestandteile der Diagnostik sind die ausführliche Befragung und die Beschwerden des Betroffenen. Hinzu kommen Laboranalysen. Im Blut können z.B. bestimmte Leberwerte und Antikörper gegen das Hepatitis-A-Virus bestimmt werden. Außerdem lassen sich in Blutproben, aber auch in Stuhlproben das Virus bzw. einzelne Bestandteile des Virus nachweisen.
Eine gezielte Behandlung, die sich gegen das Hepatitis-A-Virus bei Kindern und Erwachsenen richtet, gibt es nicht. In der Regel verordnen Ärzte Bettruhe und therapieren die Beschwerden. Medikamente, die die Leber schädigen können, sollten nicht eingenommen und alle nicht dringend erforderlichen Arzneimittel abgesetzt werden, damit die Leber nicht noch zusätzlich belastet wird. Der Verzicht auf Alkohol und eine kohlenhydratreiche sowie fettarme Ernährung runden die Therapie ab.
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