Erkältung bei Kindern
Richtig Fieber messen bei Kindern
Glasige Augen, ein gerötetes Gesicht und eine heiße Stirn - hat das Kind etwa Fieber? Nun heißt's, Temperatur messen! Allerdings lohnt es, bei der Auswahl des Thermometers und beim Messen einige Tipps zu beachten.
Meist sagt schon das Äußere einiges darüber aus, ob ein Kind Fieber hat oder nicht. Glasige Augen, ein gerötetes Gesicht, noch dazu eine heiße Stirn oder ständige Quengeleien sind typische Anzeichen bei Fieber. Dann ist Temperatur messen angesagt!
Es gibt eine Vielzahl an möglichen Arten, Fieber zu messen – unter der Zunge, unter den Achseln, am Ohrläppchen, im Po. Die exaktesten Werte liefert allerdings nur die Messung im Po.
Tipps zum Fiebermessen bei Kindern
Digitalthermometer sind übrigens sehr genau, sofern Sie darauf geachtet haben, dass die Batterien aufgeladen sind. Auch Glasthermometer liefern exakte Messwerte, enthalten aber Quecksilber, was bei einem Zerbrechen gefährlich werden kann. Hier sollten Sie also beim Fiebermessen immer in der Nähe bleiben. Beim Messen im Po können Sie zusätzlich Vaseline auf die Thermometerspitze geben, so ist das Fiebermessen für Ihr Kind weniger unangenehm. Stirnthermometer zählen im Allgemeinen zu den eher ungenauen Messgeräten.
Die Körpertemperatur von gesunden Kindern liegt in der Regel nicht höher als 37,5 Grad Celsius. Von Fieber selbst spricht man aber eigentlich erst ab 38 Grad. Alles, was zwischen 37,5 Grad und 38 Grad liegt, gilt als erhöhte Temperatur. Wichtig zu wissen: Um 18.00 Uhr ist die Körpertemperatur von Natur aus am höchsten, um 4 Uhr morgens hingegen wird in der Regel die niedrigste Temperatur gemessen.
Egal ob nun erhöhte Temperatur oder Fieber – wichtig ist, dass Sie die Körpertemperatur möglichst mehrmals am Tag und regelmäßig kontrollieren. Denn manchmal handelt es sich nur um eine vorübergehende Erhöhung der Körpertemperatur, z.B. wenn das Kind viel getobt oder einfach zu warme Kleidung getragen hat. Hier kann eine erneute Messung nach etwa 30 - 60 Minuten gegebenenfalls Entwarnung bringen.
Falls nicht: Notieren Sie sich bei den Messungen die Werte. Steigt das Fieber sehr rasch an, ist ein Arztbesuch ratsam. Das gilt auch bei folgenden Symptomen:
- 37,8 Grad Körpertemperatur bei Säuglingen
- Ab 38 Grad Celsius bei Babys
- Rascher Anstieg der Temperatur
- Fieber, das mit Wadenwickeln nicht in den Griff zu bekommen ist
- Hohes Fieber, also Fieber ab 39 Grad
- Bei Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit und Erbrechen
- Beim Auftreten eines Hautausschlags
Fieber ist eigentlich nur ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem auf eine Infektion reagiert. Doch wann sollte man bei Kindern regulierend eingreifen?
Was man bei Fieber von Kindern tun kann
Fieber muss nicht um jeden Preis gesenkt werden – denn es ist ein gutes Zeichen dafür, dass unser Körper auf Hochtouren daran arbeitet, mit den Krankheitserregern fertig zu werden. Steigt das Fieber allerdings auf über 38 Grad an bzw. fühlt sich das Kind sehr abgeschlagen und matt, kann das Senken des Fiebers durchaus Sinn machen.
Vor allem der gute alte Wadenwickel kann beim Fiebersenken noch immer gute Dienste leisten. Wichtig ist, dass immer nur eine Wade eingewickelt wird, und zwar mit einem Küchenhandtuch das mit Wasser von Zimmertemperatur getränkt wurde. Am besten den feuchten Wickel mit einem zusätzlichen Handtuch fixieren. Der Wickel bleibt pro Bein etwa 15 – 20 Minuten umgelegt und wird spätestens gewechselt, wenn er heiß geworden ist. Achtung! Sollte Ihr Kind frösteln, ist ein Wadenwickel fehl am Platz.
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