Tipps fürs Immunsystem

Entspannende Teatime gegen Erkältung

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Gerade Holunderblütentee ist ein gutes Hausmittel gegen Erkältungen.
Wavebreak Media

Ein heißer Tee wirkt schweißtreibend. Das gilt in der Naturheilkunde als Standardverfahren gegen Infektionserkrankungen wie lästige Erkältungen. Eine besondere Bedeutung haben dabei Tees aus Heilpflanzen wie Linde und Holunder – beide sind bewährte Hausmittel mit gegen Heiserkeit, Husten und Halsweh.

Überheizte Räume und wenig Bewegung verursachen eine schlechte Durchblutung. Das allein reicht schon aus, dass sich zum Beispiel alte Menschen leicht erkälten. Hinzu kommt gerade bei ihnen, dass sie ein vermindertes Durstgefühl haben: Die Schleimhäute trocknen aus, Hände und Füße sind oft kalt.

Bei den ersten Anzeichen eines grippalen Infekts – mit oder ohne erhöhte Temperatur – ist ein Holunderblütentee das Hausmittel der Wahl. Er sollte drei Mal täglich so heiß wie möglich getrunken werden. Ist der „Patient“ zur Nachtruhe warm eingepackt, kann die schweißtreibende Maßnahme noch besser wirken.

Zur Bekämpfung von Infekten eigenen sich speziell schweißtreibende Tees, weil es zu einer natürlichen Absenkung des Fiebers kommt. Die Immunabwehr wird durch die vermehrte Durchblutung aktiviert und das Abhusten durch die Verflüssigung des Bronchialschleimes erleichtert. Nasenschleimhäute schwellen ab, so dass die Betroffenen wieder besser durch die Nase atmen können.

Lindenblüten als natürliches Antibiotikum

Die Flavonoide der Linde wirken zudem antibiotisch und sie erhöhen über ihren Einfluss auf das Wärmeregulationszentrum im Gehirn die Aktivitäten der Schweißdrüsen und des Immunsystems. Durch das vermehrte Schwitzen entsteht Verdunstungskälte, die sich günstig auf die Heilung von fiebrigen Erkältungskrankheiten auswirkt.

Darüber hinaus dichten die Lindenflavonoide „Lecks“ an den feinen Blutgefäßen ab. Diesen Effekt bemerkt der Schnupfenpatient in seiner Nase. Die Reizungen der Nasenschleimhaut gehen zurück, damit verschwinden schon bald die lästigen Symptome wie laufende Nase und ständiger Niesreiz.

Während das Hausmittel Holunder schweißtreibend wirkt, entspannt und beruhigt Lindenblütentee das Nervensystem. Lindenblüten erweitern außerdem die Gefäße und beeinflussen hohen Blutdruck. Die Kommission E, eine selbstständige wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), empfiehlt Lindenblütentee bei Erkältungskrankheiten und trockenem Reizhusten.

Wenn die Grippe kommt

Eine echte Grippe kann unter Umständen einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen, anders als die normale Erkältung. Dr. Werner Bartens von der Süddeutschen Zeitung erklärt in Der Nächste bitte, was genau eine Influenza ist.

SZ

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 11. November 2013
Durch: sw
Quellen: Heilberufe 11/2009; S. 28

Übersicht: Erkältung
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