Die Husten-Pflanzen
Thymian, Primel und Sonnentau
Während Thymian und Primel vor allem bei Husten mit fest sitzendem, zähem Schleim zum Einsatz kommen, sind Sonnentau und Efeu bei trockenem Husten gefragt.
Gegen Husten ist ein Kraut gewachsen. Genauer gesagt nicht nur eines, denn mit Thymian, Primel, Sonnentau und Efeu zum Beispiel stehen wirksame und gut verträgliche Helfer aus der Natur zur Verfügung. Während Thymian und Primel vor allem bei Husten mit fest sitzendem, zähem Schleim zum Einsatz kommen, sind Sonnentau und Efeu bei trockenem Husten angesagt, der meist den Beginn einer Erkältung signalisiert.
Sonnentau, Efeu – die perfekte Kombination bei Reizhusten
Der Sonnentau (lat. Drosera rotundifolia) liebt es feucht – er ist daher vor allem in Hochmooren und Sümpfen zu finden. Seine Heimat sind die südlichen Gefilde, insbesondere in Madagaskar schlägt der Sonnentau gerne Wurzeln.
Wussten Sie, dass Sonnentau eine der bekanntesten fleischfressenden Pflanzen ist? Charakteristisch sind die Drüsenhaare an den eher langstieligen Blättern, die hier ein klebriges Sekret absondern. Eben dieses Sekret wird vielen Insekten zur Falle. Und: Es erinnert entfernt an Tautropfen. So erklärt sich auch der klangvolle Name Sonnentau.
Eine Pflanze, um die sich viele Geschichten ranken. So war man im Mittelalter der Meinung, Sonnentau könne als Basis zur Herstellung von Edelmetall genutzt werden. Doch auch die Volksmedizin entdeckte diese wunderbare Pflanze für sich. Schon damals kam Sonnentau bei krampfartig auftretendem Husten zum Einsatz. Auch in modernen natürlichen Hustenstillern kommt Sonnentau-Extrakt heute vor, weil er sich durch seine krampflösenden und hustenstillenden Effekte auszeichnet.
Thymian und Primelwurzel – starkes Duo gegen Husten mit festsitzendem Schleim
Thymian und Primel für die Gesundheit? Wer hätte das gedacht! Aber tatsächlich ist Thymian mehr als ein Küchengewürz und die Primel (also die Schlüsselblume) mehr als ein hübscher Frühlingsbote. Beide Pflanzen verfügen über wertvolle Inhaltsstoffe, die uns gerade bei Husten mit festsitzendem, zähen Schleim und gereizten Schleimhäuten zu Gute kommen können.
Thymian (lat. Thymus vulgaris), dessen Duft uns im Sommer vor allem in Italien, Frankreich oder Spanien empfängt, wurde bereits im Mittelalter in der Naturmedizin genutzt. Und zwar vor allem, um Erkrankungen der Atemwege zu behandeln. Denn Thymian ist reich an ätherischen Ölen, die gegen fest sitzenden Schleim effektiv wirken, das Abhusten fördern und so die gereizten Bronchien beruhigen. Heute weiß man auch: Thymian besitzt antientzündliche, entkrampfende und auch antibakterielle Eigenschaften.
Und wie sieht es mit der Primel aus? Heute weiß man, dass die Wurzel der Primel reich an sogenannten Saponinen ist, die ebenfalls über schleimlösende Eigenschaften verfügen und den Abtransport von Schleim aus den Atemwegen unterstützen können. Experten weisen auch auf die entzündungshemmenden und antiviralen (in vitro) Eigenschaften der Primelwurzel hin.
Geht es also darum, das Abhusten zu erleichtern und den Abtransport des Schleims zu unterstützen, dann sind Thymian und Primel jede für sich genommen schon nahezu ideale Helfer aus der Natur. Werden beide miteinander kombiniert, dann sorgt dies für einen noch besseren Gesamteffekt bei Husten. Denn die beiden Arzneipflanzen Thymian und Primel ergänzen und verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung.
Auf diese Weise wird fest sitzender Schleim gelöst, das Abhusten und der Abtransport des Schleims erleichtert und darüber hinaus auch der Entzündung der Bronchien entgegengewirkt. Auch ein entkrampfender Effekt auf die Bronchien ist bekannt. Nicht zuletzt lindert die Kombination von Thymiankraut und Primelwurzel die Reizung in den Schleimhäuten, ohne dabei das wichtige Abhusten zu unterdrücken. Antibakterielle und antivirale (in vitro) Eigenschaften, über die die Kombination aus Thymian und Primel außerdem verfügt, runden dieses Naturrezept gegen Husten ab.
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