Tägliche Tipps fürs Immunsystem (14)
It is teatime
Erkältungen und grippale Infekte zählen zu den häufigsten Krankheiten in den Wintermonaten. Schweißtreibende Maßnahmen, etwa das Trinken von Tees, gehören zu den bewährtesten naturheilkundlichen Standardverfahren bei der Behandlung von Infektionserkrankungen. Eine besondere Bedeutung haben dabei Tees aus Heilpflanzen wie Linde und Holunder – beide sind ein bewährtes Hausmittel.
Überheizte Räume und wenig Bewegung verursachen schnell eine schlechte Durchblutung. Das allein reicht schon aus, dass sich zum Beispiel alte Menschen schnell erkälten. Hinzu kommt gerade bei ihnen, dass sie ein vermindertes Durstgefühl haben: Die Schleimhäute trocknen rasch aus und Hände und Füße sind oft kalt.
Bei den ersten Anzeichen eines grippalen Infektes – mit oder ohne erhöhte Temperatur – ist ein Holunder-Tee das Hausmittel der Wahl. Er sollte dreimal täglich so heiß wie möglich getrunken werden. Ist der „Patient“ zur Nachtruhe warm eingepackt, kann die schweißtreibende Maßnahme noch besser wirken.
Zur Bekämpfung von Infekten eigenen sich speziell schweißtreibende Tees, weil es zu einer natürlichen Absenkung des Fiebers kommt. Die Immunabwehr wird durch die vermehrte Durchblutung aktiviert und das Abhusten durch die Verflüssigung des Bronchialschleimes erleichtert. Nasenschleimhäute schwellen ab, so dass die Betroffenen wieder besser durch die Nase atmen können.
Lindenblüten als natürliches Antibiotikum
Die Flavonoide der Linde wirken zudem antibiotisch und sie erhöhen über ihren Einfluss auf das Wärmeregulationszentrum im Gehirn die Aktivitäten der Schweißdrüsen und des Immunsystems. Durch das vermehrte Schwitzen entsteht Verdunstungskälte, die sich günstig auf die Heilung von fiebrigen Erkältungskrankheiten auswirkt. Darüber hinaus dichten die Lindenflavonoide „Lecks“ an den feinen Blutgefäßen ab. Diesen Effekt bemerkt der Schnupfenpatient in seiner Nase. Die Reizungen der Nasenschleimhaut gehen zurück, damit verschwinden schon bald die lästigen Symptome wie laufende Nase und ständiger Niesreiz.
Während das Hausmittel Holunder schweißtreibend wirkt, entspannt und beruhigt Lindenblütentee das Nervensystem. Lindenblüten erweitern außerdem die Gefäße und beeinflussen hohen Blutdruck. Die Kommission E, eine selbstständige wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), empfiehlt Lindenblütentee bei Erkältungskrankheiten und trockenem Reizhusten.
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