Behandlungsmöglichkeiten im Überblick
Wie wird Diabetes behandelt?
Regulierung des Blutzuckerspiegels als Ziel
Die Behandlung von Diabetes hat zum Ziel, den Blutzuckerspiegel zu regulieren und Stoffwechselentgleisungen zu vermeiden. Wie diese Behandlung im Einzelfall aussieht, hängt insbesondere von der Art des diagnostizierten Diabetes und weiteren, individuellen Faktoren ab. Während Typ-1-Diabetes zum Beispiel immer insulinpflichtig ist, kann bei Typ-2-Diabetes mitunter bereits eine Umstellung der Ernährungsweise und der Abbau von Übergewicht helfen, den Blutzucker in den Griff zu bekommen.
Diabetes ist nicht gleich Diabetes. Und so wenig es auch nur den einen Diabetes gibt, so wenig gibt es auch eine universell gültige Behandlung. Dennoch kann man in Zusammenhang mit der Diabetes-Therapie folgende Grundpfeiler nennen, die in unterschiedlicher Art und Weise zum Einsatz kommen können:
Medikamentöse Behandlung
- Gabe von Insulin
- Gabe von oralen Antidiabetika (Tabletten)
Lebensstil und Ernährung
- Umstellung der Ernährungsweise
- Abbau von Übergewicht
- Bewegung
Selbstmanagement
- Blutzuckerselbstkontrolle
- Teilnahme an Diabetes-Schulungen (zu Beginn der Diabetestherapie sowie später in regelmäßigen Abständen zur Auffrischung des Wissens)
Grundsätzlich unterscheidet sich die Behandlung von Typ-1- und Typ-2-Diabetes.
Behandlung von Typ-1-Diabetes
Typ-1-Diabetes ist aufgrund der Autoimmunreaktion gegen die insulinproduzierenden Zellen grundsätzlich insulinpflichtig. Das bedeutet, der Diabetiker muss sich sein Leben lang Insulin spritzen.
Heute gibt es unterschiedliche Arten von Insulin und unterschiedliche Formen der Insulintherapie (zum Beispiel Normalinsulin, Mischinsulin et cetera).
Behandlung von Typ-2-Diabetes
Bei Typ-2-Diabetes ist die Gabe von Insulin nicht in jedem Fall erforderlich. Die Behandlung erfolgt hier zumeist nach einer Art Stufenplan.
So kann beispielsweise bei Übergewicht zunächst versucht werden, allein mittels einer gezielten Ernährungsumstellung Gewicht zu reduzieren und so auch den Blutzuckerspiegel wieder zu regulieren.
Sollte dies nicht ausreichen, kann mit sogenannten oralen Antidiabetika – also Tabletten gegen Diabetes (z.B. Metformin) – gegengesteuert werden.
Erst wenn auf diese Weise der Blutzuckerspiegel nicht reguliert werden kann, muss auch bei Typ-2-Diabetes Insulin verabreicht werden.
Aktive Mitarbeit des Patienten gefragt
In jedem Fall ist bei Diabetes die aktive Mitarbeit des Patienten gefragt. Regelmäßige Kontrollen des Blutzuckerspiegels müssen in den Alltag integriert und dokumentiert werden. Moderne Blutzuckermessgeräte erleichtern den Mess- und Dokumentationsvorgang.
Darüber hinaus müssen sich Diabetiker über den Einfluss der Ernährung oder Sport auf den Blutzuckerspiegel informieren und auch entsprechend genau planen – eine Diabetes-Schulung kann hier eine enorme Erleichterung darstellen.
Auch auf Fernreisen müssen Diabetiker immer gut vorbereitet sein – was gehört ins Handgepäck, auf welche Eventualitäten muss man sich einstellen?
Damit steht fest – Diabetes ist ein lebenslanger Begleiter, mit dem man sich kontinuierlich auseinandersetzen muss. Allerdings ermöglicht die moderne Diabetesbehandlung sowie innovative Technologien bei der Blutzuckermessung heute den Alltag mit der Zuckerkrankheit enorm. Auch rigorose Verbote – zum Beispiel der komplette Verzicht auf Süßes – sind heute weitestgehend überholt.
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