Leichter Leben mit Diabetes
Die besten Tipps für Diabetiker
Die Diagnose Diabetes ist im ersten Moment eine Herausforderung. Allerdings erleichtern moderne Therapien und Geräte zur Blutzuckermessung heute den Alltag mit Diabetes enorm. Fest steht: Ein gut eingestellter Blutzucker ist kaum noch als Krankheit wahrnehmbar. Wer im Alltag darüber hinaus einige grundlegende Tipps beachtet und weiß, worauf es in speziellen Situationen wie z.B. bei Unterzucker besonders ankommt, der kann auch aktiv selbst etwas für mehr Lebensqualität und Wohlbefinden tun. Einige Tipps für Diabetiker im Überblick.
- Bei Verdacht auf Unterzucker (Hypoglykämie) zu Zucker greifen, der schnell in das Blut übergeht: zwei bis drei Plättchen Traubenzucker, zwei bis drei Stück Würfelzucker oder ein Glas mit einem zuckerhaltigen Getränk (Orangensaft, Cola). Unterzucker können nur Diabetes-Patienten bekommen, die Insulin spritzen oder bestimmte blutzuckersenkende Tabletten (aus den Gruppen der Sulfonylharnstoffe oder Glinide) einnehmen.
- Die Blutzucker-Werte sind ein Spiegelbild des Zuckerstoffwechsels. Regelmäßige Selbstkontrollen helfen, den Diabetes besser zu verstehen und eigenverantwortlich zu handeln. Anhand der Messwerte wird deutlich sichtbar, wie der Blutzucker durch gesunde Ernährung, Bewegung und den richtigen Gebrauch der Medikamente in den Normbereich sinkt.
- Langweilige Diäten mit strikten Verboten gehören der Vergangenheit an. Moderne Diabetes-Kost bedeutet abwechslungsreiche, gesunde Mischkost, wie sie auch für Nicht-Diabetiker empfohlen wird. Dann gibt es wenig Probleme mit dem Blutzucker. Den Hauptanteil bilden pflanzliche Nahrungsmittel (Gemüse, Obst, Vollkornprodukte). Sie sind kalorienarm und trotzdem sättigend, da sie vor allem Ballaststoffe und Wasser enthalten; aber auch reichlich Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Erlaubt ist ein gesundes Maß an Fetten und Eiweißen, ebenso ab und zu ein Dessert. Die Hauptsache ist, dass dabei der Körper nicht mehr Kalorien erhält als er verbraucht.
- Bei Übergewicht wirkt sich jedes verlorene Kilogramm positiv auf den Blutzucker aus. Allerdings sollte der Weg zum Wunschgewicht bei Diabetes nicht über eine radikale Hungerkur erfolgen, sondern durch ein allmähliches Umstellen der Lebensweise: Dazu gehören ein kalorienreduzierter Speiseplan, basierend auf gesunder Mischkost, und so viel wie möglich Bewegung.
- Körperliche Aktivitäten steigern das Wohlbefinden, was das Leben mit der Krankheit erleichtert. Bei Typ-2-Diabetes bedeutet Bewegung noch viel mehr, weil sie eine wichtige Säule der Behandlung ist. Körperliche Aktivitäten helfen, Körpergewicht abzubauen und auch den Blutzucker positiv zu beeinflussen. Vorteilhaft sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Laufen, Radfahren, Nordic Walking und Wandern. Selbst der Alltag bietet Spielraum für ein aktives Leben: Treppen steigen statt den Aufzug nehmen, den Bus eine Station vor dem Ziel verlassen und laufen, einen Abendspaziergang machen oder den Hund ausführen.
- Neben der Blutzucker-Kontrolle brauchen auch die Füße täglich Aufmerksamkeit, weil ein Diabetes deren Nerven und Blutgefäße schädigen kann. Dadurch wird unter anderem deren Empfinden für Schmerzen gemindert. So können sich aus anfangs winzigen Verletzungen unbemerkt Komplikationen entwickeln. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten die Füße täglich, am besten mit einem Spiegel, kontrolliert werden. Dabei ist vor allem auf Hautrisse, Blasen, Druckstellen, Hühneraugen und Pilzerkrankungen zu achten. Wichtig ist außerdem die tägliche Fußpflege. Sie schützt vor kleinen und größeren Hautproblemen und deren Komplikationen.
Wichtig!
Lanzetten und Pennadeln sind Einmalprodukte und nicht zum mehrmaligen Gebrauch vorgesehen. Beide werden durch häufiges Einstechen bei der Blutzucker-Kontrolle stumpf. Außerdem verlieren sie ihren hauchdünnen, glatten Silikonfilm. So führen mehrfach gebrauchte Nadeln und Lanzetten zunehmend zu Schmerzen beim Einstechen sowie zur Verhärtung von Gewebe an der Einstichstelle.
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