Diabetes

Glossar

 

Akromegalie

Bei dieser Krankheit wird vom Vorderlappen der Hirnanhangdrüse (Hypophyse), zu viel von dem Wachstumshormon Somatotropin gebildet. Dadurch wachsen Körperendglieder bzw. hervorspringende Körperteile, die als Akren bezeichnet werden, zu schnell. Betroffene haben also z.B. sehr große Hände, Füße, Ohren, ein stark ausgeprägtes Kinn oder Augenbrauenwulste.

Autoimmunerkrankungen

Als Autoimmunerkrankungen werden Erkrankungen bezeichnet, die auf eine überschießende Reaktion des Immunsystems zurückgehen. Irrtümlicherweise erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe als zu bekämpfenden Fremdkörper. Eine bestimmte Gruppe von Zellen (im Thymus geschulte Zellen, die als T-Zellen bezeichnet werden) greifen das jeweilige Organ an. Dieses wird aufgrund der schweren Entzündungsreaktionen geschädigt und ohne Behandlung zerstört.

Glaskörper

Die gelartige, durchsichtige Substanz, die dafür sorgt, dass das Auge seine Form behält. Er liegt zwischen Linse und Netzhaut.

Hashimoto-Thyreoiditis

Eine Entzündung der Schilddrüse, die durch die Immunzellen des eigenen Körpers hervorgerufen wird. Sie wurde von dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto im Jahr 1912 erstmals beschrieben. Es sind typische Antikörper nachweisbar. Trotz Vergrößerung der Schilddrüse entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion, die behandelt werden muss.

HbA1c-Wert

Der Anteil des Glykohämoglobins oder auch HbA1c wird beim Diabetes mellitus verwendet, um den Behandlungserfolg zu kontrollieren. Er erlaubt eine Aussage zur Blutzuckereinstellung in den letzten acht Wochen.

Hypophyse

Diese auch als Hirnanhangdrüse bezeichnete Hormondrüse sitzt auf Höhe der Nase in der Mitte des Schädels in einer knöchernen Vertiefung der Schädelbasis. Sie reguliert als übergeordnete Instanz die Drüsen des Körpers und die Funktion verschiedener Organe. Sie ist mit dem Hypothalamus verbunden.

Hypothalamus

Er ist ein Teil des Zwischenhirns und reguliert die vegetativen Funktionen des Körpers, also biologisch festgelegte, willentlich nicht beeinflussbare Abläufe des Körpers. Dafür bildet es eine Reihe von Hormonen und Neuropeptiden sowie Dopamin.

Insulinanaloga

Insulinanaloga sind Varianten des Insulins, die zu einer gezielt schneller oder langsamer eintretenden Wirkung des Insulins führen und damit eine exaktere Steuerung des Glukosestoffwechsels erlauben.

Insulin-Hexamere

Das von der Bauchspeicheldrüse hergestellte Insulin ordnet sich in Sechsergruppen (Hexameren) an, die nach wenigen Minuten in Zweiergruppen (Dimere) und schließlich in Einzelmoleküle zerfallen. Erst dann sind sie wirksam. Beim gentechnisch hergestellten Humaninsulin sind die Hexamere länger.

Insulin-Pen

Diese Geräte zur Injektion von Insulin sehen wie ein Kugelschreiber aus, daher der Name. Sie erleichtern die Anwendung, da die Insulinmenge vorprogrammiert ist. Andererseits kann Normal- und Verzögerungsinsulin nicht mehr frei gemischt werden.

Ketoazidose

Bei der Ketoazidose kommt es zur Anhäufung organischer Säuren im Blut, wodurch der pH-Wert absinkt. Häufigster Auslöser ist ein lang anhaltender Insulinmangel.

Ketonkörper

Ketonkörper oder Acetoacetat entsteht bei der Fettverbrennung - in geringen Mengen beim normalen Stoffwechsel, vermehrt bei absolutem Insulinmangel. Beim Gesunden entstehen sie nach längerem Fasten und nach starker körperlicher Anstrengung.

Kußmaul-Atmung

Eine nach dem deutschen Internisten und Biologen bezeichnete Form der Atmung, die auch Azidose-Atmung genannt wird. Infolge der Übersäuerung des Blutes ist der Kohlendioxid-(Co2)-Gehalt stark erhöht. Reflektorisch versucht der Organismus, den Co2-Überschuss abzuatmen und so den Abfall des pH-Wertes auszugleichen. Die Kußmaul-Atmung ist an einer vertieften, geräuschvollen Atmung bei normaler Atemfrequenz zu erkennen.

Morbus Cushing

Auch diese Krankheit wird durch eine Überproduktion eines Hormons der Hirnanhangdrüse hervorgerufen. In diesem Fall ist es das Adrenocorticotropin (ACTH). Grund dafür ist eine Krebsgeschwulst der Hypophyse.

Netzhaut

Die auch als Retina bezeichnete Netzhaut besteht aus einer Schicht spezialisierten Nervengewebes an der hinteren Innenseite des Auges. In ihr wird das auftreffende Licht in Nervenimpulse umgewandelt.

Normalinsulin

Ein schnell, d.h. etwa nach 20 Minuten wirksames Humaninsulin.

Osmose

Der gerichtete Fluss von Molekülen durch eine semipermeable Membran. Sie spielt für den Wasserhaushalt eine große Rolle.

pH-Wert

Der pH-Wert ist ein wichtiger Indikator, um Störungen des Säure-Basen-Haushaltes erkennen zu können.

Phäochromozytom

Bei dieser Tumorerkrankung des Nebennierenmarkes wird zu viel Noradrenalin, Adrenalin und Metanephrin gebildet. Dies äußert sich meist als ein plötzlich ansteigender Blutdruck mit Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrasen und Schwitzen.

Osmose

Der gerichtete Fluss von Molekülen durch eine semipermeable Membran. Sie spielt für den Wasserhaushalt eine große Rolle.

Rheumatoide Arthritis

Eine auch als chronische Polyarthritis bezeichnete entzündliche Erkrankung der Gelenke, die mit Schmerzen. Gelenkschwellung und im Laufe der Zeit auch strukturellen Schäden der Gelenke verbunden ist. Es sind überwiegend die kleinen Gelenke der Hände und Füße betroffen.

Verzögerungsinsulin

Ein Insulin, das durch Bindung an Protamin oder Zink langsamer freigesetzt wird und daher erst mit einer Verzögerung von etwa zwei Stunden seine Wirkung entfaltet.

Autor: Springer Medizin
Veröffentlicht am: 09. August 2010
Letzte Aktualisierung: 23. November 2011

Übersicht: Diabetes

Zum Seitenanfang