Stoffwechselkrankheit mit vielen Gesichtern

Diabetes mellitus: Formen

Verschiedene Ursachen führen zu erhöhtem Blutzuckerspiegel

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Störung des Zuckerstoffwechsels im Körper, die sich durch einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel äußert. Mediziner unterscheiden zwei Formen: Diabetes mellitus Typ 1 und Diabetes mellitus Typ 2. In Deutschland leben rund acht bis zwölf Prozent der Menschen mit dieser Stoffwechselerkrankung – Tendenz steigend.

Grundsätzlich wird bei Diabetes mellitus unterschieden in Typ-1- und Typ-2-Diabetes.

Bei einem Typ-1-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr. Dem Typ-2-Diabetes liegt zumeist eine Insulinresistenz der Körperzellen oder eine erschöpfte Insulinproduktion zugrunde. Beide Diabetes-Formen führen zu einem dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel. Während der Diabetes mellitus Typ 1 bereits im Kindesalter oder in der Jugend auftritt, entsteht der Diabetes Typ 2 meist erst im mittleren bis höheren Alter. In Deutschland sind etwa acht bis zwölf Prozent der Bevölkerung an einem Diabetes mellitus erkrankt. Über 90 Prozent der Betroffenen leiden dabei an einem Typ-2-Diabetes und etwa fünf Prozent sind Typ-1-Diabetiker. Daneben gibt es noch einige seltene Diabetes-Formen.

Folgeerkrankungen durch dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel

Diabetes mellitus muss ärztlich abgeklärt und behandelt werden, da ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel Schäden an Blutgefäßen und Nerven verursachen kann. Mithilfe der richtigen Behandlung lässt sich der Blutzucker gut einstellen. Dies erfordert jedoch eine enge Zusammenarbeit mit dem Arzt. Einem Typ-1-Diabetes lässt sich nicht vorbeugen. Da der Diabetes mellitus Typ 2 häufig die Folge von Übergewicht ist, können Sie dieser Diabetes-Form vorbeugen, indem Sie Ihr Gewicht normalisieren, auf eine gesunde und zuckerarme Ernährung achten und sich sportlich betätigen. Wenn in Ihrer Familie bereits Fälle von Typ-1- oder Typ-2-Diabetes aufgetreten sind, sollten Sie Ihren Blutzuckerspiegel zudem regelmäßig von Ihrem Arzt kontrollieren lassen.

Autor: Miriam Lossau, Biologin - dr. waitz l medproduction, Redaktionsbüro Medizin und Gesundheit Köln. www.medproduction.de / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 11. August 2010
Quellen: Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2010. Vorgelegt von diabetesDE zum Weltdiabetestag. http://profi.diabetesde.org/fileadmin/users/Fachleute_und_Mediziner/Gesundheitsberichte/Gesundheitsbericht_2010_Gesamt_28_10_2009.pdf Hien, P., Böhm, B.O.: Diabetes-Handbuch. Springer Verlag, Berlin 2010 Kellerer, M., Danne, T. (Hrsg.): Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1. Diabetologie und Stoffwechsel 2009; Suppl 2: S. 136-137 Kerner, W., Brückel, J.: Definition, Klassifikation und Diagnostik des Diabetes mellitus Diabetologie und Stoffwechsel 2008; 3 Suppl 2: S.131-133; http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/057-002k.pdf Matthaei, S. et al.: Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2. Diabetologie und Stoffwechsel 2009; Suppl 2: S. 138-143

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