Depressionen: Vorbeugen

Depressionen können unvermittelt ins Leben treten. Trotzdem helfen bestimmte Maßnahmen, einer Depression teilweise vorzubeugen oder ihr die Stärke zu nehmen.

Einer Depression kann man nicht sicher vorbeugen. Doch ist man ihr keinesfalls hilflos ausgeliefert. Wer sein Leben positiv gestaltet und sich ein tragfähiges soziales Netz aufbaut, kann das Risiko einer Depression verringern. Positive Begegnungen, Freunde und ein spannendes Hobby können nicht nur vorbeugen, sondern auch im Fall eines Tiefs helfen, mit der schwierigen Situation zurechtzukommen. Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie sich über längere Zeit depressiv fühlen!

• Bauen Sie sich ein soziales Netz auf: Treffen Sie Freunde und Bekannte, gehen Sie aus!

• Pflegen Sie ein Hobby, das Ihnen Spaß macht, und gönnen Sie sich öfter mal etwas Gutes.

• Sport hebt nicht nur kurzfristig die Laune. Vor allem regelmäßiger Ausdauersport wie Laufen, Wandern oder Radfahren hat einen antidepressiven Effekt.

• Gehen Sie an die frische Luft! Auch bei bewölktem Himmel ist ein Spaziergang oder eine Radtour eine natürliche Form der Lichttherapie.

• Entwickeln Sie Strategien, um mit negativen Gefühlen umzugehen, etwa ein gutes Gespräch mit Freunden oder Ablenkung durch Sport.

• Sorgen Sie für Entspannung und vermeiden Sie Überlastung.

• Ernähren Sie sich gesund und abwechslungsreich. So kann Ihr Körper ausreichend vom Gehirnbotenstoff Serotonin bilden.

• Belasten Sie Konflikte oder Situationen aus der Vergangenheit? Seelischen Stress können Sie mithilfe einer Psychotherapie lösen.

• Dauert Ihre Niedergeschlagenheit längere Zeit an, sollten Sie mit einem Arzt sprechen.

Wer bereits einmal an einer Depression erkrankt war, sollte mit seinem Arzt über eine mögliche Erhaltungstherapie mit Antidepressiva und Psychotherapie sprechen. In jedem Fall sind regelmäßige Arzttermine in größeren Zeitabständen sinnvoll. So kann Ihr Arzt frühzeitig erkennen, wenn sich eine depressive Episode ankündigt. Mit einer gezielten Behandlung lässt sich einer Depression teilweise auch schon vorbeugen oder ihr Verlauf begünstigen.

Autor: Sabine Stephan
Letzte Aktualisierung: 24. Mai 2012

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