Ernährung

Verarbeitete Nahrungsmittel fördern Depressionen

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Mediterrane Kost schützt vor Depressionen
Getty Images/iStockphoto

Wer sich überwiegend von verarbeiteten Nahrungsmitteln wie raffiniertem Getreide ernährt, erhöht einer Studie zufolge das Risiko, an einer Depression zu erkranken.

Menschen, die ausreichend und überwiegend frisches Gemüse, Früchte und Fisch essen, werden nicht nur mit einer schlanken Linie und guten Blutwerten, sondern außerdem mit einem verringerten Depressionsrisiko belohnt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam des Universitäts-College London. Sie verglichen die Ernährungsgewohnheiten von 3500 Beamten mittleren Alters und prüften fünf Jahre später die Anzahl der Depressionsneuerkrankungen. Es ist die erste englische Studie, die einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Depression untersucht.

Die Forscher unterteilten die Probanden in zwei Ernährungsgruppen. Während eine Gruppe vorrangig naturbelassene Lebensmittel wie Obst und Gemüse zu sich nahm, aß die andere Gruppe verarbeitete Speisen wie etwa gesüßte Nachspeisen, Gebratenes, verarbeitetes Fleisch, raffiniertes Getreide und vollfette Milchprodukte. Auch unter Berücksichtigung von individuellen Faktoren wie Geschlecht, Alter und Lebensstil verzeichneten die Forscher ein deutlich unterschiedliches Depressionsrisiko. Die Probanden, die naturbelassene Nahrungsmittel gegessen hatten, hatten ein um 26 Prozent geringeres Depressionsrisiko als die übrigen Studienteilnehmer. Letztere hatten sogar ein 58 Prozent höheres Krankheitsrisiko als jene, die nur sehr wenig verarbeitete Lebensmittel gegessen hatten.

Studienautor Dr. Archana Singh-Manoux weist darauf hin, dass sich die Ergebnisse möglicherweise auf einen Faktor zurückführen lassen, der zuvor nicht berücksichtigt wurde. Ältere Studien hatten bereits gezeigt, dass eine mediterrane Kost Depressionen vorbeugen kann. Die wenigsten Menschen ernähren sich jedoch mediterran. Aus diesem Grund haben die Forscher genauer unter die Lupe genommen, welche Nahrungsmittel im Einzelnen mit einem erhöhten Risiko für psychische Erkrankungen einhergehen. Noch sind die genauen Ursachen für die negativen Effekte verarbeiteter Nahrungsmittel auf die mentale Gesundheit nicht endgültig aufgeklärt.

Autor: Sibylle Fünfstück
Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2012
Quellen: Nach Informationen des University College London

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