Zahlen und Fakten

Häufigkeit von Depressionen

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Schätzungen zufolge haben 10 bis 15 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland bereits eine depressive Episode durchlebt. Rückfälle sind häufig.

Nahezu jeder dritte Bundesbürger im Alter von 18 bis 65 Jahren leidet unter einer psychischen Störung, die meisten von ihnen unter einer Depression. Bis zum Jahre 2020, so prophezeit die WHO, werden Depressionen weltweit die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit sein. Der Schweizer Psychiater Raymond Battegay schreibt: "Die Depression wohnt als Möglichkeit jedem Menschen inne." Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass schätzungsweise 15 von 100 Menschen im Laufe ihres Lebens an einer Depression erkranken. Auch in Deutschland leiden etwa 10-15 Prozent der Erwachsenen unter einer Depression.

Depressionen treten häufig im mittleren Alter auf

Am häufigsten erkranken Frauen und Männer im Alter zwischen 25 und 45 Jahren an einer Depression. Hier schlägt sich die Krankheit besonders auf das Arbeitsleben nieder: Leidet ein Arbeitnehmer unter einer Depression, so wird er überaus häufig langfristig krankgeschrieben. Gemessen an den Krankheitstagen von Erwerbstätigen steht die Depression bei den Männern an vierter und bei den Frauen an zweiter Stelle. Zehn Prozent aller Rentenzugänge wegen verminderter Erwerbsfähigkeit entfallen auf die Diagnose Depression.

Depression bei Frauen und Männern

Frauen sind den Statistiken zufolge etwa doppelt so häufig von einer Depression betroffen als Männer. Experten gehen allerdings davon aus, dass Männer nicht seltener unter den Symptomen einer Depression leiden, sondern dass die Krankheit bei ihnen lediglich seltener diagnostiziert wird. Dies kann daran liegen, dass Frauen offener über ihr Gefühlsleben sprechen und mit ihren Problemen eher einen Arzt aufsuchen.

Die Zahl der diagnostizierten Depressionen steigt

Depressionen sind in vielen Ländern häufiger geworden, so auch in Deutschland. Hier stieg die Erkrankungshäufigkeit unter den Erwerbstätigen bei den Männern um 10 Prozent und bei den Frauen um 13 Prozent. Bei jungen Leuten um 25 Jahre besteht heute eine drei- bis viermal höhere Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, als dies bei deren Großeltern in diesem Alter der Fall war.

Depressionen können behandelt werden

Auch wenn Schätzungen ergeben haben, dass ca. 15 von 100 Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal unter einer Depression leiden, begibt sich nur die Hälfte von ihnen in Behandlung. Dabei kann eine Depression gut therapiert werden. Deshalb nutzen auch Sie im Falle verdächtiger Symptome die Möglichkeit eines Arztbesuches und nehmen Sie gegebenenfalls professionelle Hilfe in Anspruch! Hier erfahren Sie mehr über therapeuthische Möglichkeiten.

Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 10. Januar 2012
Quellen: Gesundheitsberichterstattung des Bundes; Battegay, R. (1991). Depression: psychophysische und soziale Dimension, Therapie (S. 11). Bern: Huber. DVGE Verlag für Gesundheit und Ernährung Stand: 20.12.2011

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