Darmkrebs: Therapien

Das Kernstück bei der Therapie von Darmkrebs ist die Operation, bei der versucht wird, den Tumor vollständig zu entfernen (R0-Resektion).

Neben dem Tumor werden dabei der betroffene Darmabschnitt mit einem Sicherheitsabstand zum Tumor und die dazugehörigen Lymphknoten entfernt. Auf diese Weise wird verhindert, dass mögliche abgesiedelte Krebszellen später zu Metastasen heranwachsen. Je früher der Darmkrebs erkannt wird, umso leichter kann er komplett entfernt werden und umso besser sind die Heilungschancen.

Nachdem der vom Darmkrebs betroffene Darmteil entfernt wurde, werden die Darmenden wieder miteinander vernäht. In den meisten Fällen ist der verbleibende Darm in der Lage, die Verdauungsfunktion komplett zu übernehmen. Der natürliche Darmausgang bleibt erhalten. Nur in wenigen Fällen, wenn der Tumor zu nahe am Schließmuskel liegt, muss dieser mit entfernt und ein künstlicher Darmausgang (Stoma) gelegt werden.

Bereits vor der Operation kann eine Chemotherapie allein oder in Kombination mit einer Strahlentherapie (Radiochemotherapie) zum Einsatz kommen. Ziel dieser Behandlung ist es, vor allem bei Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium, den Tumor vor der Operation zu verkleinern, sodass er leichter entfernt werden kann. Eine Chemotherapie vor dem Eingriff wird als neoadjuvant bezeichnet.

Nach einer Operation kann eine Chemotherapie oder Radiochemotherapie durchgeführt werden, wenn der Verdacht besteht, dass nicht alle Krebszellen entfernt wurden oder sich Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet haben. Die weitere Behandlung kann den Behandlungserfolg festigen und das Risiko, dass der Darmkrebs erneut auftritt, verringern.

Mehrere neue Verfahren in der Darmkrebs-Therapie werden derzeit erprobt, wie die Immuntherapie oder die Anti-Angiogenese.

Autor: Andreas Gill
Letzte Aktualisierung: 24. Juli 2012

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