Frühzeitiger Arztbesuch wichtig

Symptome von Darmkrebs: Auf diese Warnzeichen sollten Sie achten

Toilettenpapier
Alex Pitt

Darmkrebs ist heimtückisch: Er wächst meist über Jahre, in frühen Stadien verursachen wuchernde Polypen kaum oder nur unspezifische Symptome. Betroffene spüren meist erst spät, dass mit dem Darm etwas nicht stimmt. Doch es gibt Alarmzeichen, auf die man achten sollte.

Mit absoluter Sicherheit lassen sich Darmtumoren oder auch Darmpolypen als deren Vorstufe nur durch ausführliche Untersuchungen wie eine Darmspiegelung oder eine Darm-CT feststellen. Daneben gibt es aber eine ganze Reihe an Warnhinweisen, die den Patienten misstrauisch machen und zu einem Arztbesuch veranlassen sollten. Vor allem Veränderungen der Stuhlgewohnheiten sollte man ernst nehmen. Diese Signale können zwar auch Symptome viel harmloserer Erkrankungen sein. Trotzdem sind sie in jedem Fall ernst zu nehmen. Denn je früher Darmkrebs erkannt wird, desto besser lässt er sich behandeln und heilen.

Hinweise auf eine Darmkrebs-Erkrankung können sein:

  • Blutauflagerungen auf dem Stuhl oder Blutbeimengungen

  • Blutspuren auf dem Toilettenpapier: Es ist falsch, Blutstreifen grundsätzlich auf ein bestehendes Hämorrhoidenleiden zurückzuführen!

  • ständiger Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall ohne erkenntliche Ursache

  • plötzliche und unerklärliche Winde, die beim Abgehen – vom Patienten unbemerkt – Stuhlreste herausbringen. Dies kann ein Hinweis auf einen Funktionsverlust des Schließmuskels und ein Anzeichen für ein Rektumkarzinom sein

  • morgendliche Schleimentleerung mit nur wenig Stuhl – dies ist für Mastdarmkrebs typisch

  • Stuhl, der plötzlich bleistiftdünn ist, könnte auf einen Darmtumor am Ende des Dickdarms deuten

  • unangenehme Empfindung im Leib sind zwar nicht nur für Darmkrebs charakteristisch, trotzdem sollte man ihnen nachgehen

  • mehrere Familienmitglieder, die an Darmkrebs, Krebs der Gebärmutterschleimhaut, der ableitenden Harnwege oder der Haut erkrankt sind – besonders, wenn die Krankheit bei den Verwandten vor dem 45. Lebensjahr begonnen hat

Selbst wenn nur uncharakteristische Hinweise wie ein unangenehme Empfindung im Leib vorliegen: Dies darf kein Grund sein, den Arztbesuch aufzuschieben. Denn Warten stellt ein zusätzliches Risiko dar.

Sollte es sich nämlich um eine Darmkrebserkrankung handeln, breitet sie sich mit der Zeit weiter aus. Die Behandlung wird somit immer schwieriger. Je schneller aber der Krebsverdacht bestätigt ist und die Therapie beginnt, desto größer sind die Aussichten auf Heilung.

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Autor:
Letzte Aktualisierung: 09. Juni 2016
Durch: es
Quellen: Online-Informationen der Deutschen Krebshilfe: http://www.krebshilfe.de Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut, http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Darmkrebs/darmkrebs_node.html, abgerufen 02/2014 Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums, Onlineinformationen zu Darmkrebs: Informationen für Patienten, Angehörige und Interessierte, Stand: April 2016, abgerufen Juni 2016 S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG): Kolorektales Karzinom. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 021 - 007OL

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