Rehabilitation

Rehabilitation in der Klinik oder zu Hause?

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Die Rehabilitation nach Brustkrebs kann ambulant erfolgen
Getty Images/iStockphoto

Im Anschluss an die Ersttherapie bei Brustkrebs folgt oft eine Rehabilitation, die ambulant oder stationär durchgeführt werden kann.

Ziel der Rehabilitation ist es, durch den Brustkrebs ausgelöste körperliche, soziale und berufliche Einschränkungen zu behandeln beziehungsweise vorzubeugen. Daneben sollen sie den Patientinnen bei der Bewältigung ihrer Krankheit und im Alltagsleben Unterstützung bieten.

Die Kosten für die Rehabilitation bei Brustkrebs-Patientinnen werden vor allem von den Kranken- und Rentenversicherungen übernommen. Welche Versicherung zum Tragen kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählt unter anderem, ob der Einstieg in das Berufsleben angestrebt wird.

Rehabilitation nach Brustkrebs: stationär oder ambulant?

Die Rehabilitation kann nach einer Brustkrebs-Erkrankung stationär/teilstationär oder ambulant durchgeführt werden. Ambulante Rehaeinrichtungen bieten vor Ort und in kompetenter Form medizinische, physiotherapeutische, psychische, ernährungstherapeutische, soziale, berufliche und andere wichtige Rehaangebote an. Daneben gibt es die stationären Einrichtungen. Ob eine ambulante oder stationäre Behandlung in Frage kommt, hängt von den individuellen Voraussetzungen der Patientin und den örtlichen Gegebenheiten (gibt es z.B. geeignete ambulante Einrichtungen in Wohnortnähe) ab.

Bei Brustkrebs-Patientinnen ist eine ganzheitliche Rehabilitation unter Berücksichtigung der Krankheit, der medikamentösen Therapie, der hormonellen Ausfallsstörungen, der Ernährung und auch der psychosozialen Situation notwendig.

Stationäre Rehabilitation: umfassendes Therapiekonzept

Während eines stationären Aufenthalts in einer spezialisierten Rehabilitationsklinik wird eine umfassende Rehabilitation geboten. Speziell geschultes Personal, das die Probleme von Brustkrebs-Patientinnen kennt, steht den Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. Ein weiterer Vorteil: Hier können die Frauen ihre Erfahrungen untereinander austauschen und werden rund um die Uhr betreut.

Teilstationäre Rehabilitation: abends zu Hause

Bei der teilstationären Rehabilitation suchen die Brustkrebs-Patientinnen das Rehabilitationszentrum nur während der Therapiezeiten auf, also von morgens bis nachmittags. Die Abende sowie die Wochenenden verbringen sie in der gewohnten häuslichen Umgebung. Für Patientinnen, die in der Nähe einer derartigen Rehabilitationsklinik wohnen und die sich körperlich relativ fit fühlen, ist dies sicherlich ein sehr attraktives Angebot, das jedoch leider nicht überall verfügbar ist. Sie können sich zum Beispiel bei Ihrer Krankenkasse oder bei der Rentenversicherung darüber informieren, ob eine teilstationäre Rehabilitation in der Nähe Ihres Wohnortes möglich ist.

Seelische Hilfe nach einer Brustkrebs-Erkrankung ist wichtig

Viele Brustkrebs-Patientinnen benötigen seelische Hilfen; sie brauchen Rat. Bei der entsprechenden Rehabilitation werden auf die Probleme Brustkrebsoperierter spezialisierte Gruppen- und Einzelberatungen angeboten. Autogenes Training, Gespräche und Anleitungen zur allgemeinen Gesundheitsbildung, zur Ernährung, Bewegung und Freizeitgestaltung sowie zu allgemeinen Nachsorge- und Vorsorgemaßnahmen und beruflichen Problemen runden das Programm ab. Es ist sehr wichtig, dass auch Angehörige in die Brustkrebs-Rehabilitation miteinbezogen werden.

Parallele onkologische Betreuung

Die Brustkrebs-Patientinnen müssen parallel zur Rehabilitation onkologisch betreut werden. Es kommen daher nur Rehabilitationsinstitutionen in Frage, in denen die Ärzte eine entsprechende Fachausbildung haben und Erfahrungen mit der Chemo- und Radiotherapie Brustkrebsoperierter vorweisen können. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Tumorzentrum und den Akutkrankenhäusern, in denen die erste Krebstherapie erfolgt, ist sehr wichtig.

Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 15. April 2008
Quellen: Interdisziplinäre Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft und der beteiligten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften: Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau; Bundesministerium für Gesundheit - Die Gesundheitsreform

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