Mammakarzinom

Brustkrebs

Brustkrebs, oft auch als Mammakarzinom bezeichnet, der sich in der weiblichen Brustdrüse bildet, ist einer der häufigsten bösartigen Tumore bei Frauen: in Deutschland stellt er mit 28 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. 

Allerdings sind nur etwa ein Viertel der Tumore in der Brust tatsächlich bösartig. Die übrigen - rund drei Viertel - sind gutartig oder lediglich Vorstufen einer möglichen Krebserkrankung. Diese können mit operativ entfernt werden und sind daher in den meisten Fällen heilbar. Der häufigste Brustkrebs ist der Milchgangskrebs. Seine Tumorbildung geht von den Milchdrüsen oder den Milchgängen der Brustdrüse aus.

Erkrankungsrisiko steigt ab dem vierten Lebensjahrzehnt

Das Erkrankungsrisiko nimmt ab dem 40. einer Frau jährlich zu. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 63 Jahren. Dabei ist die Diagnose Brustkrebs keineswegs das Todesurteil einer Patientin, weil mehr als 81 Prozent der betroffenen Frauen fünf Jahre nach ihrer Brustkrebsbehandlung noch leben.

In seltenen Fällen sind auch Männer von Brustkrebs betroffen: der Prozentanteil liegt unter 1. Nach Angaben des Robert-Koch Institutes erkranken jährlich über 57.000 Frauen in Deutschland an einem Mammakarzinom.

Brustkrebs entsteht in der Brustdrüse

Die genaue Bezeichnung der Erkrankung richtet sich nach dem Zelltyp, der betroffenen Stelle im Drüsengewebe und danach, ob der Tumor schon ins Nachbargewebe eingebrochen ist. Brustkrebszellen wachsen wie alle Krebszellen schnell und teilen sich überstürzt. Dabei schleichen sich Fehler ein. Die Zellen verändern ihr Aussehen. Sie funktionieren auch nicht mehr richtig. Man sagt, die Zellen sind entdifferenziert.

Vom Carcinoma in situ (Cis), dem Krebs an Ort und Stelle, spricht man, wenn die Zellen die Basalmembran nicht durchbrechen. Dieses Häutchen begrenzt das Gewebe und trennt es von seiner Nachbarschaft. Ein Carcinoma in situ ist heilbar, da es niemals Tochterzellen ausstreut. Wenn der Tumor (Gewebsknoten) aber diese Barriere in die Nachbarschaft durchbricht, dann nennt man das Wachstum invasiv oder infiltrierend. Jetzt kann er Tochterzellen über die Blut- oder Lymphwege ausstreuen. Tochtergeschwülste entstehen, die so genannten Metastasen.

Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs

Für jede Patientin wird ein eigener Behandlungsplan erstellt. Genauer Zelltyp, Einbruch ins Nachbargewebe und die Lymphbahnen oder Tochtergeschwülste bestimmen das Vorgehen. Auch das Alter der Patientin und eine mögliche familiäre Krebsbelastung spielen bei der Behandlung eine Rolle.

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Autor: Springer Medizin/ Lifeline
Letzte Aktualisierung: 10. August 2009

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