Ablagerungen in der Netzhaut

Altersbedingte Makuladegeneration - Ursachen und Risiken

Neben dem Alter sind eine ererbte Veranlagung und weitere Risikofaktoren für das Entstehen einer altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) verantwortlich. Dazu gehören zum Beispiel Übergewicht und hormonelle Einflüsse.

Der Einfluss des Lebensalters auf die Entwicklung einer altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) ist weniger groß, als zunächst angenommen wurde. Knapp die Hälfte der Ablagerungen in der Netzhaut hängen mit dem Alter zusammen. Untersuchungen ergaben unter anderem eine erblich bedingte Neigung für die Erkrankung. Allerdings wird vermutet, dass nicht ein einzelnes Gen für die Entstehung von AMD verantwortlich ist, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Gene. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Das Krankheitsgeschehen bei AMD ist komplex. Ausgangspunkt ist eine, oft altersbedingte, Überlastung des Pigmentepithels der Netzhaut. Anfallende Stoffwechselprodukte können nicht mehr vollständig abgebaut werden und sammeln sich in Form sogenannter Drusen an. In die Umgebung dieser Drusen wandern entzündungsvermittelnde Botenstoffe und Zellen der Immunabwehr ein, die Entzündungsreaktionen auslösen. In der Folge gehen Zellen des Pigmentepithels zugrunde.

Bei der feuchten Form der AMD wird die Bruch-Membran, die Grenzschicht zwischen dem Pigmentepithel der Netzhaut und der Gefäßschicht der Aderhaut, zunehmend durchlässig. Dadurch ist die Abdichtung kleiner Blutgefäße der Aderhaut nicht mehr gewährleistet, sodass Flüssigkeit in den Raum unter die Netzhaut eindringen kann. Gleichzeitig wachsen kleine Blutgefäße von der Aderhaut aus unter die Netzhaut. Ihre Wand ist oft nicht besonders dicht, sodass sie leicht bluten.

Risikofaktoren

Verschiedene Faktoren können die Entstehung einer altersabhängigen Makuladegeneration begünstigen. Einige sind vermeidbar - wie das Rauchen - andere hingegen nicht. Als gesicherte Risikofaktoren für eine AMD gelten:

  • Alter: Je älter die Menschen werden, desto höher das AMD-Risiko.
  • Rauchen: Raucher tragen im Vergleich zu Nichtrauchern ein mindestens doppelt so hohes Risiko, an AMD zu erkranken.
  • Geschlecht: Frauen erkranken häufiger als Männer.

Wissenschaftler vermuten, dass noch weitere Faktoren eine Rolle spielen können:

  • Genetische Faktoren: Je mehr Familienangehörige betroffen sind, desto höher scheint das Risiko, selbst zu erkranken.
  • Hoher Blutdruck: Ein hoher Blutdruck scheint ein weiterer Risikofaktor zu sein.
  • Mangel an gewissen Vitaminen und Mineralstoffen in der Ernährung: Diskutiert werden z. B. die Stoffe Lutein und Zeaxanthin als "Schutzengel für die Augen".
  • Hohe Sonneneinstrahlung: Die UV-Strahlen der Sonne wirken sich neuesten Erkenntnissen zufolge negativ auf die Netzhaut aus.
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