Gene, Allergene und Infektionen
Asthma: Ursachen
Beim Asthma bronchiale handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der es durch eine Überempfindlichkeit der Bronchialschleimhaut zu einer chronischen Entzündung kommt. In der Folge kommt es zu Atemnot, Husten, pfeifenden Atemgeräuschen und einem Engegefühl in der Brust. Es gibt zahlreiche Faktoren, die das Risiko für die Entwicklung einer Asthma-Erkrankung beeinflussen.
Welche Bedeutung den einzelnen Einflüssen zukommt, ist noch nicht vollständig geklärt. Im Rahmen der Auslösung von Asthma-Beschwerden spielen unterschiedliche „Triggerfaktoren“ (Auslöser), z.B. Allergene oder Virusinfektionen eine Rolle.
Gene, Gewicht und Geschlecht
Da verschiedene Gene das Risiko für die Entwicklung einer Asthma-Erkrankung zu beeinflussen scheinen, geht man davon aus, dass die Erkrankung eine gewisse erbliche Komponente hat. Darüber ist haben aber auch übergewichtigen Personen ein erhöhtes Asthma-Risiko, wobei die Ursachen dafür noch ungeklärt sind. Bis zum Alter von 14 Jahren sind Jungen fast doppelt so häufig von Asthma betroffen wie Mädchen. In der Kindheit stellt das männliche Geschlecht daher einen Risikofaktor dar. Allerdings tritt die Erkrankung im Erwachsenenalter wieder häufiger bei Frauen auf. Auch die Gründe für diese Zusammenhänge konnten bisher noch nicht erklärt werden.
Umweltfaktoren: Allergene, Infektionen & Co.
Zu den Umweltfaktoren, die Asthmabeschwerden auslösen oder das Risiko für die Erkrankung erhöhen können zählen:
- Allergene (z. B. Hausstaubmilbenkot, Schimmelpilze, Pollen, Tierhaare, Nahrungsmittelallergene oder Arbeitsstoffe)
- Virale Infektionen
- Körperliche Anstrengung
- Verschiedene Inhalationsreize (kalte/trockene Luft, Tabakrauch, Staub)
Im Hinblick auf die Umweltfaktoren gibt es eine gewisse Überlappung zwischen jenen Faktoren, die das Risiko für Asthma beeinflussen und Faktoren, die Asthmasymptome auslösen können. Gut bekannt ist, dass verschiedene Allergene Asthma-Beschwerden auslösen oder verschlimmern können. Ob sie auch das Asthma-Risiko beeinflussen, ist noch nicht vollständig geklärt.
Erst Heuschnupfen, dann Asthma: Etagenwechsel
Mit dem Begriff „Etagenwechsel“ bezeichnen Mediziner ein Phänomen, das im Rahmen der Entstehung von Asthma eine wichtige Rolle spielt: Eine Entzündung der oberen Atemwege, wie sie bei einer Allergie gegen Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare auftritt, kann sich auch auf die unteren Atemwege ausbreiten und die Entwicklung eines Asthmas begünstigen. Gerade im Kindesalter stellen Allergien einen wichtigen Risikofaktor für Asthma dar.
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