Rauchen verschlimmert Beschwerden

Rauchstopp bei Asthma besonders wichtig

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Rauchen, sowohl aktiv als auch passiv, beeinträchtigt die Wirkung von Asthma-Medikamenten.
© 2008 Oliver Hoffmann

Rauchen ist Freiheit - glauben noch immer viele Menschen und haben dabei oft einen einsamen Cowboy vor der untergehenden Sonne Kaliforniens im Kopf. Doch gerade für Asthmatiker kann aus dem Westernidyll schnell eine Verschlimmerung der Lungenkrankheit werden. Raucher gefährden zudem ihre Kinder - der Tabakrauch erhöht das Risiko für Asthma.

In Deutschland leiden nach Schätzungen etwa fünf Prozent der Erwachsenen und acht bis zwölf Prozent der Kinder an Asthma. Die Kombination mit Tabakrauch erweist sich für den Verlauf der Lungenkrankheit dabei als eine unglückliche Konstellation. Das gilt sowohl für aktives als auch für passives Rauchen. Zwar sind die Ursachen für Asthma vielfältig, so dass Tabakrauch nicht alleine dafür verantwortlich gemacht werden kann. Sicher ist das Rauchen jedoch ein wichtiger Risikofaktor und kann eine bestehende Überempfindlichkeit verschlimmern. So haben Menschen mit Heuschnupfen ein höheres Risiko, Asthmatiker zu werden, wenn sie zusätzlich rauchen.

Rauchen kann Wirkung von Asthma-Medikamenten mindern

Forscher von der Universität Glasgow gingen vor kurzem der Frage nach, ob Asthma-Medikamente bei Rauchern und Nicht-Rauchern unterschiedlich wirken. Dazu gaben sie den Asthma-Patienten für zwei Wochen entweder eine Kortisontablette oder ein Placebo. Während sich bei Nicht-Rauchern die Lungenfunktion durch die Kortison-Behandlung verbesserte, ergaben sich für die Raucher fast keine Fortschritte. Der Leiter der Untersuchung, Professor Neil Thomson, weist darauf hin, dass Raucher schlechter auf die Medikamente ansprechen und daher mit stärkeren Mitteln behandelt werden müssten. Gerade für Menschen mit Asthma sei es daher wichtig, mit dem Rauchen aufzuhören.

Auch Passivrauchen gefährdet Asthmatiker

Nicht nur Raucher selbst sind betroffen. Angehörige und vor allem Kinder können vom Tabakrauch geschädigt werden. Dabei greift der Qualm in den Lungen die Schleimhaut der Bronchien an und kann das Risiko für Allergien erhöhen. Das ist besonders bei Kindern der Fall, deren Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist. Insgesamt leiden bis zu zwölf Prozent der Kinder in Deutschland an Asthma. Dabei sind sich Experten einig, dass Rauchen im Elternhaus ein wesentlicher Auslöser für Überempfindlichkeiten und Asthma bei Kindern ist.

Belastung beginnt schon in der Schwangerschaft

Es muss nicht immer Luft sein, worüber Giftstoffe den kindlichen Organismus angreifen. Schon im Mutterleib fängt die Gefährdung durch das Rauchen an. So ist das Risiko für kindliches Asthma generell erhöht und das Geburtsgewicht um 100 bis 300 Gramm niedriger als bei Kindern von Nicht-Raucherinnen.

Mut zum Abgewöhnen

Wer raucht, kommt oft nur schwer wieder davon los. Dennoch ist es nie zu spät, den Schritt zum Aufhören zu wagen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass sich die Asthmasymptomatik bei ehemaligen Rauchern mit Ende des Nikotinkonsums gebessert hat. Trotz Schwierigkeiten, die sich für viele mit dem Aufgeben verbinden, gilt: Es lohnt sich!

Und - falls es bei Ihnen dennoch nicht geklappt hat, denken Sie daran: Nur wer das Aufgeben aufgibt, hat verloren!

Autor: Springer Medizin / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 26. August 2008
Quellen: Nach Informationen der American Thoracic Society und des Weißbuch Allergie, 2004

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