Atemnot, Husten und Atemgeräusche

Asthma: Symptome

Asthma ist eine chronisch entzündliche Lungenerkrankung, deren charakteristisches Symptom die Atemnot ist. Die Betroffenen klagen meistens auch über ein Engegefühl in der Brust, Husten und pfeifende Atemgeräusche. Je nach Ausprägung der Beschwerden kann die Atemnot so stark sein, dass auch Angstgefühle und Unruhe auftreten.

Asthma: Symptome
Allergene sind häufig die Auslöser für asthmatische Beschwerden.
(c) Getty Images

Die charakteristischen Beschwerden des Asthma bronchiale sind anfallsweise Luftnot im Wechsel mit völligem Wohlbefinden. Die Luftnot kann von einem minimalen Beklemmungsgefühl in Ruhe oder Kurzatmigkeit bei Belastung bis zu schwersten Erstickungsanfällen mit Todesangst reichen. Bei der Sonderform des Husten-Asthma kann die Luftnot völlig fehlen und lediglich trockener Reizhusten den Patienten belasten.

Asthma-Beschwerden: Husten, Atemnot, Engegefühl

Das Asthma bronchiale gehört zu den so genannten obstruktiven Atemwegserkrankungen, bei denen der Luftstrom in den Atemwegen behindert ist. Dies macht sich insbesondere beim Ausatmen (Exspiration) bemerkbar. Zum akuten Asthma-Anfall kommt es beispielsweise, wenn die überempfindlichen Bronchien auf einen Auslöser (Trigger), wie z. B. Pollen, Staub oder andere Substanzen, reagieren: Sie verkrampfen und verengen sich, der Betroffene kann die eingeatmete Luft nicht mehr ausatmen. Die Situation ist zu vergleichen mit dem Versuch, für zwei Minuten durch einen Strohhalm ein- und auszuatmen: Jedes Luftholen stellt eine enorme Anstrengung dar.

Die Asthma Symptome können von Patient zu Patient stark variieren. Weil die Krankheit so vielfältig ist, gibt es keine typischen Anfangsbeschwerden. Die Erkrankung kann sich bemerkbar machen durch eine anfangs minimale Beeinträchtigung des Wohlbefindens (Engegefühl in der Brust, Schwierigkeiten beim Durchatmen, pfeifendes Atemgeräusch, Husten), sie kann aber auch mit einem dramatischen Luftnotanfall, begleitet von Erstickungs- und Todesangst, beginnen.

Status Asthmaticus – eine Notfallsituation

Wenn ein schwerer Asthma-Anfall über Stunden oder Tage anhält und die Beschwerden nicht durch die normalen Asthma-Medikamente kontrolliert werden können, sprechen Fachleute von einem sogenannten „Status Asthmaticus“. Die andauernde Atemnot zeigt sich durch eine bläuliche Verfärbung der Haut und der Schleimhäute und löst eine erhöhte Herzfrequenz, Verwirrtheit und innere Unruhe aus. Beim „Status Asthmaticus“ handelt es sich um eine medizinische Notfallsituation, die eine umgehende Behandlung in einer Klinik erfordert.

Verschiedene Stadien der Erkrankung

Bei den leichteren Formen des Asthmas tritt nach unterschiedlich langer Beschwerdedauer wieder nahezu vollständige Beschwerdefreiheit ein. Die Pausen zwischen den Beschwerdephasen können Stunden bis Jahre andauern. Eine Asthma-Erkrankung, die mit leichter Symptomatik beginnt, kann - muss aber nicht - in eine schwerere Form (d.h. höherer Schweregrad) übergehen. Umgekehrt kann auch eine dramatisch beginnende Asthma-Erkrankung wieder völlig verschwinden oder sich nur noch mit minimalen Beschwerden bemerkbar machen.

Husten bei Asthma oft in der Nacht

Da die Bereitschaft der Atemwege, sich zu verengen, in der Nacht (zwischen zwei und vier Uhr bei normalen Schlaf- und Wachgewohnheiten) am größten ist, treten die Beschwerden in dieser Zeit bei vielen Patienten gehäuft auf. Das nächtliche Erwachen mit Luftnot oder Husten gilt bei Asthma bronchiale als ein besonders typisches Symptom und findet sich in dieser Form bei kaum einer anderen Erkrankung. Häufig erkennen Patienten im Laufe der Zeit, dass ihre Beschwerden immer wieder durch bestimmte Triggerfaktoren oder Situationen ausgelöst werden. Wenn solche Auslöser bekannt sind, sollten sie konsequent gemieden werden.

Welche Krankheitszeichen führen den Patienten zum Arzt?

Meist sind Husten und Luftnot oder auch nur eines der beiden Symptome der Anlass für den Patienten oder die Eltern eines erkrankten Kindes, einen Arzt aufzusuchen. Aber auch ein Beklemmungsgefühl im Brustkorb oder Nebengeräusche bei der Atmung (Pfeifen, Rasselgeräusche, Brummen) sind häufig der Grund für einen Arztbesuch.

Wichtig ist der Gang zum Arzt in jedem Fall, wenn ein Verdacht auf Asthma besteht. Denn in der Regel lassen sich die Symptome sowohl durch Arzneimittel und nicht-medikamentöse Maßnahmen gut in den Griff bekommen. Die Behandlung erhöht selbst bei leichten Asthma-Formen die Lebensqualität - bei schweren Formen kann sie  Leben retten. Eine frühzeitige und konsequente Behandlung des Asthmas ist notwendig, um die Lunge vor ernsten Langzeitfolgen zu schützen und ein Fortschreiten der Erkrankung zu vermeiden.

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Letzte Aktualisierung: 22. Mai 2006

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