Demenzerkrankungen

Alzheimer Demenz

Morbus Alzheimer

Die Alzheimer-Krankheit ist eine chronische, nicht ansteckende Erkrankung des Gehirns, bei der langsam, aber stetig fortschreitend Nervenzellen untergehen.

Alzheimer,Paar,Senioren
Alzheimer-Patienten tut der liebevolle Kontakt zu ihren Bezugspersonen gut.
Getty Images/iStockphoto

Die Krankheit ist nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer benannt, der 1907 als Erster die Krankheitssymptome und die typischen krankhaften Veränderungen im Gehirn beschrieben hat. Diese Veränderungen entstehen durch Ablagerung von fehlerhaft gebildeten Eiweißstrukturen innerhalb und außerhalb der Nervenzellen. Vor allem die Gehirnanteile im Schläfen- und Scheitelbereich sind bei Alzheimer betroffen.

Die Alzheimer-Krankheit führt zu Störungen

  • des Gedächtnisses
  • der Sprache
  • des Denkvermögens
  • des Erkennens
  • der Handhabung von Gegenständen
  • der örtlichen und zeitlichen Orientierung

Es können auch andere Symptome wie Verwirrung oder starke Stimmungsschwankungen auftreten. Die Alzheimer-Krankheit ist in der Gruppe der demenziellen Krankheiten oder Hirnleistungsstörungen die häufigste Form. Unter Demenz versteht die Medizin den krankhaften Verlust geistiger Fähigkeiten - bei Fortschreiten der Krankheit kommt es zunehmend zur Verwirrtheit.

Demenzdefinition nach der Weltgesundheitsorganisation

Es gibt mehrere Demenzdefinitionen. Die engste Definition findet sich in dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgearbeiteten Kriterienkatalog, dem ICD-10 (International Classification of Diseases). Für die Diagnose Demenz müssen alle vier Kriterien erfüllt sein:

  • Eine Abnahme des Gedächtnisses und anderer geistiger Fähigkeiten, erkennbar an der Verminderung der Urteilsfähigkeit und des Denkvermögens.
  • Keine Bewusstseinstrübung. Die Patienten sind wach und ansprechbar und reagieren auf bestimmte Anforderungen, entsprechend ihrer verbliebenen Fähigkeiten.
  • Verminderte Kontrolle über die eigenen Affekte mit mindestens einem der folgenden Merkmale: emotionale Labilität, Reizbarkeit, Apathie, Vergröberung des Sozialverhaltens; zum Beispiel können Patienten die Intensität ihres Lachens und Weinens nicht mehr steuern, haben Gefühlsausbrüche ohne ersichtlichen Grund, können Gefühle und den Umgang mit den Mitmenschen nicht mehr steuern, scheinen sich für die Außenwelt charakterlich verändert zu haben.
  • Dauer der Symptome mindestens sechs Monate.

Zahl der Patienten mit Alzheimer verdoppelt sich

Laut dem Report der WHO und der Alzheimer’ Disease International (ADI) "Dementia: a public health priority", der 2012 in Genf veröffentlicht wurde, gibt es Alzheimer weltweit. Mit steigender Lebenserwartung wird in bisher weniger betroffenen Ländern wie China und Indien die Erkrankung stark zunehmen. Derzeit haben 35,6 Millionen Menschen weltweit die Demenzerkrankiung. Bereits 2030 sollen es doppelt so viele sein, berechnen die Experten der WHO - falls keine wirksame Therapie bis dahin entwickelt wird. Sicher ist bisher nämlich nur eines: Alzheimer ist eine typische Alterserkrankung. Das Risiko für diese Form von Demenz steigt mit zunehmenden Lebensjahren.

15 Tipps gegen Demenz und Alzheimer

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Autor: / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 28. Oktober 2013
Quellen: Handbuch Demenz, Ulrich Kastner und Rita Löbach, Urban & Fischer. 2010; Wenn Eltern Kinder werden, Edda klessmann, Huber Verlag 2011, Spektrum der Wissenschaft Spezial: Alzheimer, 2012; S3-Leitlinie "Demenzen", Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.

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