Demenz
Alzheimer - was ist das?
Alzheimer ist eine Erkrankung des Gehirns, die vorrangig von der fortschreitenden Demenz des Gedächtnisses geprägt ist. Im Verlauf der Erkrankung verlieren die Betroffenen aber nach und nach auch andere geistige Fähigkeiten wie zum Beispiel ihr Orientierungsvermögen oder das Sprachverständnis. Die Erkrankten werden hilfloser und sind zunehmend auf Betreuung angewiesen. Im fortgeschrittenen Stadium leiden schließlich auch körperliche Funktionen, sodass ständige Pflege notwendig wird.
Vermutlich gibt es die Demenzerkrankung Alzheimer schon wesentlich länger. Doch erst 1906 erhielt sie die Bezeichnung Alzheimer nach dem deutschen Arzt Alois Alzheimer. Er beschrieb damals erstmals die für diese Erkrankung typischen Ablagerungen im Gehirngewebe. Ärzte bezeichnen die Erkrankung oft auch als Morbus Alzheimer (das lateinische Wort Morbus bedeutet Krankheit), Alzheimersche Krankheit, Alzheimer-Demenz oder Demenz vom Alzheimer Typ.
Alzheimer tritt vor allem im fortgeschrittenen Alter auf. Von den 65- bis 69-Jährigen ist etwa jeder Hundertste betroffen, unter den 80- bis 84-Jährigen ist es schon jeder Siebte und von den über 90-Jährigen leidet sogar jeder Dritte an Alzheimer-Demenz. Fast zwei Drittel der Patienten sind über 80 Jahre alt. In seltenen Fällen kommt die Krankheit aber auch schon bei 50-Jährigen vor. Experten gehen ndavon aus, dass sich die Zahl der erkrankten bis zum Jahr 2050 verdreifacht hat. Ursache dafür ist, dass die Lebenserwartung steigt. Und Alzheimer betrifft bis auf wenige Ausnahmen vor allem ältere Menschen.
Ablagerungen im Gehirn machen Alzheimer
Die Ursachen der Alzheimer-Demenz sind trotz großer Forschungsanstrengungen noch immer nicht vollständig bekannt. Sicher ist jedoch, dass die Erkrankung zum Untergang von Nervengewebe im Gehirn führt und den Informationsaustausch zwischen den erhaltenen Zellen behindert. Eiweiß-Ablagerungen innerhalb und außerhalb der Nervenzellen scheinen, dabei eine wichtige Rolle zu spielen.
Alzheimer muss von anderen Demenz-Krankheiten mit ähnlichen Symptomen, aber anderer Ursache abgegrenzt werden. So können beispielsweise auch Veränderungen an den Blutgefäßen im Gehirn zum fortschreitenden Verlust von geistigen Fähigkeiten führen. Da die genauen Ursachen von Alzheimer bisher nicht vollständig entschlüsselt werden konnten, besteht zurzeit die Übereinkunft, dass die Erkrankung durch Ausschluss aller anderen Ursachen einer Hirnleistungsstörung diagnostiziert wird.
Alzheimer ist bisher nicht heilbar. Der Verlauf der Demenz kann aber mit Medikamenten, geeignetem Training und anderen Begleitmaßnahmen verzögert werden. Die Betroffenen und ihre Angehörigen gewinnen dadurch wertvolle Lebenszeit. So schwer die Diagnose Alzheimer also auch wiegt, es können noch viele erfüllte Jahre vor den Betroffenen und ihren Angehörigen liegen.
Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die allgemeine Leistungsfähigkeit ebenso wie die Gedächtnisleistung ab. Das ist kein krankhafter Prozess, sondern ganz normales Altern. Nicht jede Erinnerungslücke muss deshalb gleich eine Demenz bedeuten. Um aber alle Chancen einer Früherkennung und Behandlung von Alzheimer nutzen zu können, sollte jede auffällige Veränderung sorgfältig beobachtet und im Zweifelsfall der Arzt aufgesucht werden. Je eher eine beginnende Hirnleistungsstörung beziehungsweise eine Demenz erkannt wird, desto besser sind die Möglichkeiten einer Behandlung.
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