Transsphenoidale Operation

Transsphenoidale Operation bei Akromegalie

Auf Grund der Lage der Hypophyse hinter der Nasenwurzel wurde bereits vor fast 90 Jahren eine Operationstechnik auf dem Weg durch die Nase entwickelt. Vor etwa 30 Jahren wurde diese Technik wieder entdeckt und mit modernen Mitteln präzisiert.

Seitdem wird die Transsphenoidale Operation bis auf wenige Ausnahmen fast ausschließlich benutzt. Seit etwa 1974 führte die Weiterentwicklung des Operationsmikroskops und eines speziellen Instrumentariums dazu, dass sich diese Methode durchsetzen konnte.

 Die Operation durch die Nase (die so genannte transsphenoidale Operation) erfolgt unter Vollnarkose und ist schmerzfrei. Dabei wird die Nasenhöhle als Korridor zu der unter der mittleren Schädelbasis gelegenen Keilbeinhöhle genutzt. Diese wird geöffnet, um so einen direkten Zugang zur Hypophyse in der sella turcica zu erhalten.

 So kann die Operation ablaufen: Der Operateur sitzt seitlich oder am Kopfende des Patienten und schaut diesen direkt an. Er kann sehr bequem und ruhig arbeiten. Ein speziell entwickeltes mikrochirurgisches Spülsaugsystem in Kombination mit Spiegeln und einem Operationsmikroskop erlaubt während der ganzen Transsphenoidalen Operationeine gute Sichtkontrolle und höchste Präzision.

Transsphenoidale Operation: Gesundes Gewebe wird kaum geschädigt

Auf Grund dieser hochentwickelten Technik der Transsphenoidale Operation gelingt es heute, die Operation von Hypophysentumoren sehr schonend durchzuführen und das gesunde Gewebe der Hypophyse weitestgehend zu erhalten. Selbst wenn es sich um einen größeren Tumor handelt, lässt sich die Geschwulst durch das Operationsmikroskop gut von der intakten Hypophyse und den Blutgefäßen unterscheiden.

Während der OP erfolgt computergestützte Kontrolle

Heute kann durch zusätzliche bildgebende Verfahren in spezialisierten Behandlungszentren das Ergebnis noch während der Transsphenoidalen Operation überprüft werden. MRT-Geräte, die im Operationssaal benutzt werden können, machen mögliche Tumorreste sichtbar. Auch mit der Messung des Wachstumshormons anhand eines Schnelltests noch während der Transsphenoidale Operation lässt sich überprüfen, ob noch Teile des Tumors vorhanden sind, die überschüssiges Wachstumshormon ausschütten.

 In erfahrenen neurochirurgischen Zentren konnte unter Anwendung der bildgebenden Verfahren die Heilung der Akromegalie durch alleinige Operation bei Mikroadenomen (Durchmesser kleiner 1cm) auf über 80% und bei Makroadenomen (Durchmesser größer 1cm) auf etwa 45% verbessert werden.

Mehr über Akromegalie

Beschwerden nach der Operation selten
OP Hypophysentumor

Nur in wenigen Fällen treten nach der Entfernung des Hypophysentumors Komplikationen auf. Möglich sind nach der OP leichte Kopfschmerzen und eine geschwollene Nasenschleimhaut. Von Flugreisen ist einen Monat... mehr...

Vorbereitung auf die OP bei Akromegalie
Therapie

Vor der OP sind eine Reihe von Voruntersuchungen nötig. Gelegentlich wird auch eine medikamentöse Vorbehandlung durchgeführt, um den operativen Eingriff zu erleichtern. mehr...

Neueste Fragen aus der Community

Special Akromegalie: Weitere wichtige Themen

Fördert Vitamin-D-Mangel chronischen Schmerz?

Fördert Vitamin-D-Mangel chronischen Schmerz?

Bei Patienten mit chronischen Schmerzen könnte es sich lohnen, den Vitamin-D-Spiegel zu... mehr...

Akromegalie: Was ist das?

Akromegalie: Was ist das?

Akromegalie ist eine sehr seltene Erkrankung und bewirkt bei Erwachsenen ein übermäßiges Wachstum... mehr...

Fragen zum Thema
Newsletter-Leser wissen mehr

Mit dem kostenlosen Lifeline-Newsletter sind Sie immer auf dem aktuellen Stand

Hier bestellen...