Hyperaktive Kinder und Erwachsene

Die typischen Symptome von ADHS

Woran Sie das Zappelphilipp-Syndrom erkennen

Junge quält Mädchen
ADHS ist eine Erkrankung von Kindern und Jugendlichen, doch auch Erwachsene können unter ADHS Symptomen leiden.
(c) Darrin Klimek

Die häufigsten Symptome von ADHS sind Unkonzentriertheit, Hyperaktivität und Impulsivität. Menschen, die am Zappelphilipp-Syndrom leiden, fällt es häufig schwer, ihren Alltag zu organisieren. Sie verzetteln sich gern und springen von einer Tätigkeit zur anderen, ohne etwas zu beenden.

Kinder mit ADHS sind häufig besonders impulsiv, können sich nur schwer konzentrieren und haben oft einen sehr starken Bewegungsdrang. Darüber hinaus können verschiedene Begleitsymptome wie z. B. Tics auftreten.

ADHS ist eine Erkrankung von Kindern und Jugendlichen, doch auch Erwachsene können unter ADHS Symptomen leiden, insbesondere dann, wenn ADHS in der Kindheit nicht diagnostiziert und nicht entsprechend behandelt wurde.

Dabei hat ADHS unterschiedliche Facetten, die auch abhängig vom Alter in Erscheinung treten können.

Die wichtigsten Symptome von ADHS

In der Regel werden folgende Hauptsymptome bei ADHS unterschieden

  • Impulsivität: Lautes Schreien, teils auch aggressives Verhalten z.B. gegenüber Mitschülern, Geschwistern; regelrechte Wutausbrüche
  • Ruhelosigkeit und unstillbarer Bewegungsdrang (Hyperaktivität): nicht still sitzen können
  • Konzentrationsmangel und Vergesslichkeit: In der Folge kommt es häufig zu schulischen Problemen. Selbst so alltägliche Aufgaben wie das Zähneputzen werden von ADHS-Patienten häufig einfach „verschwitzt“.
    • zum ADHS-Test

      Wie Eltern erkennen, ob Hyperaktivität oder Unkonzentriertheit ihres Kindes noch ganz normal oder schon Anzeichen von ADHS sind.

In etwa 50 Prozent der Fälle weisen ADHS-Patienten Störungen des sozialen Verhaltens auf. Typisch bei Kindern sind Wutausbrüche und auch aggressive Reaktionen. Auch trotziges Verhalten gilt als charakteristisch bei ADHS.

Weitere Begleitsymptome, die häufig in Zusammenhang mit ADHS bei Kindern beobachtet werden, sind:

  •     Koordinationsstörungen (Ungeschicklichkeit, häufige Stürze)
  •     Tics (z.B. Muskelzuckungen oder auch unvermittelt abgegebene Laute; Augenblinzeln)
  •     Lese- und/oder Rechtschreibschwäche
  •     Angststörungen
  •     Depressionen (häufig auch bei Erwachsenen, deren ADHS im Kindes- und Jugendalter nicht erkannt und entsprechend behandelt wurde)

Einen konkreten Unterschied trifft man insbesondere zwischen den Krankheitsbildern ADHS (Aufmerksamkeitsdefizits-/Hyperaktivitäts-Störung) und ADS (Aufmerksamkeitsdefizits-Störung). Bei ADS fehlt das Merkmal der Hyperaktivität. Insofern kann man die Krankheitsbilder auch mit zwei bekannten Figuren aus Kindheitstagen vergleichen. Währen der typische ADHS-Patient eher dem "Zappelphilipp" gleicht, könnte man den ADS-Patienten eher mit dem altbekannten "Hanns-Guck-in-die-Luft" in einem Atemzug nennen.

ADHS: Meist im Kleinkind- und Grundschulalter diagnostiziert

In der Regel wird ADHS mit dem Eintritt in den Kindergarten oder auch die Schule diagnostiziert. Denn hier kommt es häufig gerade im Beisein mit anderen Kindern zu Problemen wie zum Beispiel Raufereien. Auch wenn Aufgaben konzentriert gelöst werden müssen, erweist sich ein ADHS-Patient oft als der "Störenfried" – die Folgen sind häufig Unverständnis auf Seiten der Schüler oder auch Hänseleien. Beim Eintritt in die Schule kann zudem die bei ADHS so typische Lese- und Rechtschreibschwäche ersichtlich werden.

ADHS in der Pubertät

Während die Hyperaktivität in der Pubertät meist zurückgeht, äußert sich ADHS bei Jugendlichen insbesondere durch eine innere Unruhe sowie aggressives Verhalten. Auch schulische Probleme und Drogenkonsum können jetzt zum Thema werden.

Das ist für das betroffene Kind sehr belastend und eine Situation, in der umso mehr die Unterstützung durch Eltern und Lehrer gefordert ist. Auf Basis einer eindeutig gestellten Diagnose kann dann eine geeignete Therapie helfen, dem ADHS-Patienten den Weg in den Alltag zu ebnen.

In manchen Fällen können sich gewisse Anzeichen für ADHS übrigens bereits bei Babys und Kleinkindern abzeichnen. Schreibabys oder auch Kinder, denen das Ein- und Durschlafen besonders schwer fällt, können mitunter später die Diagnose ADHS erhalten, insbesondere dann, wenn aufgrund der bereits früh auftretenden Probleme die Harmonie in der Familie in Schieflage gerät.

ADHS bei Erwachsenen

Albert Einstein, Bill Gates, Walt Disney – berühmte Persönlichkeiten, die eines gemeinsam haben: ADHS. Tatsächlich kann ADHS die Betroffenen auch im Erwachsenenalter begleiten. Insbesondere, wenn in der Kindheit ADHS gar nicht als krankhafte Störung erkannt wurde, ist das Risiko erhöht, dass ADHS ein lebenslanger Begleiter wird, der den Alltag in unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtig.

Die von ADHS Betroffenen zeichnen sich einerseits häufig durch herausragende Kreativität und vielfältige Begabungen aus. Gleichzeitig benötigen aber natürlich auch Erwachsene mit einer als Einschränkung empfundenen ADHS eine entsprechende Behandlung, bei der in der Regel Coachings, psychotherapeutische Maßnahmen und Medikamente zum Einsatz kommen. Im Fokus stehen häufig begleitend auftretende Depressionen beziehungsweise. auch Angststörungen sowie ggf. der durch ADHS begünstigte Drogenkonsum.

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