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Fieber: Therapie

Ob und in welcher Form eine Therapie bei Fieber erforderlich ist, richtet sich in erster Linie nach der zugrunde liegenden Erkrankung, die das Fieber ausgelöst hat, aber auch nach der Schwere des Fiebers und der empfundenen Beeinträchtigung. Wird die Grunderkrankung behandelt, verschwindet in der Regel auch das Fieber.

Bei höherem Fieber empfehlen sich zusätzlich fiebersenkende Maßnahmen. Möglichst nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker können hierzu vorübergehend rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke angewendet werden. Geeignete Wirkstoffe sind zum Beispiel Paracetamol, Ibuprofen oder bei Erwachsenen Acetylsalicylsäure (ASS).

Antibiotika können nur wirken, wenn eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit vorliegt, bei viralen Infekten und anderen Ursachen wirken sie nicht. Sie gehören daher nicht zur Standardtherapie bei Fieber, sondern kommen erst nach vorangegangener begründeter Diagnose durch den Arzt zum Einsatz.

Wichtig bei Fieber ist in jedem Fall eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr, am besten in Form von Wasser oder Tees, da der Körper bei Fieber viel Flüssigkeit verliert.

Daneben können Hausmittel zum Einsatz kommen, um das Fieber zu senken. Sehr effektiv sind zum Beispiel Wadenwickel. Leichte Kleidung, eine kühle Raumtemperatur und kühle Getränke können die Fiebersenkung unterstützen. Bei Frösteln und Zittern und/oder kalten Händen und Füßen sind diese Maßnahmen allerdings nicht geeignet. Hier sollte der Körper warmgehalten werden.

Wann keine Selbstmedikation oder Behandlung in Eigenregie?

Bei Fieber ab 39.5 Grad Celsius oder wenn Fieber über drei Tage hinaus besteht, ohne das eine Besserung eintritt, sollten Erwachsene zum Arzt gehen, sofern dies noch nicht geschehen ist. Hausmittel und Selbstmedikation reichen in diesen Fällen unter Umständen nicht. Kinder, die jünger als drei Monate alt sind und Fieber haben, sollten umgehend einem Arzt vorgestellt werden, Kinder unter zwei Jahren mindestens nach einem Tag.

Ein Arztbesuch sollte darüber hinaus immer auch dann erfolgen, wenn zusätzlich zum Fieber weitere Symptome (etwa Hautausschlag, Bauchschmerzen, Erbrechen, Benommenheit, Nackensteifigkeit, schlechter Allgemeinzustand) und bei Kindern auffällige Verhaltensweisen (zum Beispiel starkes Schreien, Unruhe, Nahrungsverweigerung, Krampfanfälle) auftreten.

Letzte Aktualisierung: 10. Oktober 2011

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