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Schwitzen: Diagnose

Hyperhidrose

Die Diagnose von übermäßigem Schwitzen unterteilt sich in zwei Äste: Generalisiertes Schwitzen tritt als Symptom beinahe ausschließlich im Rahmen anderer Erkrankungen auf. Fokales Schwitzen kann auch eine eigenständige Gesundheitsstörung darstellen.

Bei übermäßigem Schwitzen unterscheidet man zwischen örtlich begrenztem Schwitzen (fokales Schwitzen) und den ganzen Körper betreffendem Schwitzen (generalisiertes Schwitzen). Entscheidende Hinweise liefert die Krankengeschichte, die Messung der Schweißmenge hat nur geringe Bedeutung für die Diagnose. Generalisiertes Schwitzen tritt als Symptom beinahe ausschließlich im Rahmen anderer Erkrankungen auf. Fokales Schwitzen kann auch eine eigenständige Gesundheitsstörung darstellen.

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Experten empfehlen heute, jedes Schwitzen abzuklären, das von den Betroffenen als Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität angesehen wird. Zu Beginn der Diagnose werden im Gespräch wichtige Fragen geklärt:

  • Seit wann bestehen die Beschwerden? (Typisch bei Hyperhidrose als eigenständiges Krankheitsbild ohne zugrunde liegende, andere Erkrankung: Übermäßiges Schwitzen besteht seit der Pubertät und wird als sehr belastend empfunden)
  • Wie lange halten die Schwitzattacken an?
  • Ist das Schwitzen auf bestimmte Körperregionen beschränkt oder betrifft es den ganzen Körper?
  • Tritt das Schwitzen in bestimmten Situationen bzw. zu bestimmten Zeiten verstärkt auf?
  • Liegen weitere Symptome vor  (zum Beispiel Schlafstörungen und Nervosität in den Wechseljahre (Klimakterium); Gewichtsverlust, Nervosität und Unruhe bei Schilddrüsenüberfunktion; Fieber)?
  • Werden Medikamente eingenommen? Wenn ja, welche?
  • Werden oder wurden Drogen konsumiert?
  • Besteht eine bekannte Grunderkrankung wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) (Zittern, Heißhunger und Schwitzen sind Zeichen einer Unterzuckerung bei Diabetes)?

Die Antworten lassen oft schon erkennen, ob das übermäßige Schwitzen eine eigenständige Störung (Hyperhidrose) ist oder ein Symptom im Rahmen einer anderen Erkrankung darstellt.

Jod-Test auf betroffenen Hautflächen

Die körperliche Untersuchung gibt gegebenenfalls weitere Hinweise auf die Gründe für das verstärkte Schwitzen. Bei örtlich begrenztem, übermäßigen Schwitzen kann durch einen einfachen Test der betroffene Körperbereich bestimmt werden. Dazu werden eine Jod-Lösung und Stärke auf die fraglichen Gebiete aufgebracht. Ist Schweiß vorhanden, kommt es innerhalb weniger Sekunden zu einer violetten Verfärbung. Auch eine Messung der Schweißmenge kann vorgenommen werden.

Sollte der Verdacht auf eine anderweitige Grunderkrankung bei vermehrtem Schwitzen bestehen, werden weitere Spezialuntersuchungen durchgeführt. Blutuntersuchungen lassen Rückschlüsse auf den Hormonhaushalt zu,  Nervenuntersuchungen und ergänzende Röntgen- oder Magnetresonanzuntersuchungen können eine neurologische Ursache des Schwitzens aufdecken.

Schweißfüße

Ist die Schweißproduktion gestört und wird mehr Schweiß als nötig produziert, spricht man von Hyperhidrose.

Autor: Jan Groh
Letzte Aktualisierung: 19. Oktober 2011

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