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Übermäßiges Schwitzen

Hyperhidrose

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In der Regel ist Schwitzen eine normale Reaktion des Körpers zur Wärmeregulation.
(c) Stockbyte

Der menschliche Organismus verfügt über bis zu vier Millionen Schweißdrüsen, die über beinahe die gesamte Körperoberfläche verteilt sind. Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) ist es dann, wenn der Körper mehr Schweiß bildet als für die Temperaturregulation erforderlich.

Schwitzen ist ein normaler Vorgang im Rahmen der Wärmeregulation des Körpers. Spezialisierte Drüsen geben ein wässriges Sekret ab, das auf der Haut verdunstet und dadurch den Körper kühlt. Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) stellt eine Störung dar, die durch bestimmte Medikamente hervorgerufen wird oder im Rahmen anderer Gesundheitsstörungen auftritt, etwa durch Infektionserkrankungen wie zum Beispiel Tuberkulose, Hormonerkrankungen (beispielsweise Schilddrüsenüberfunktion), Krebserkrankungen wie Leukämie oder bedrohliche Körperzuständen (etwa Schock, Unterzuckerung).

Der menschliche Organismus verfügt über bis zu vier Millionen Schweißdrüsen, die über beinahe die gesamte Körperoberfläche verteilt sind. Schweißproduzierende Drüsen kommen in drei Formen vor. Drei Viertel aller Drüsen sind reine Schweißdrüsen (ekkrine Schweißdrüsen), die ausschließlich Schweiß abgeben. Ein Viertel sind Duftdrüsen (apokrine Schweißdrüsen), die für den typischen Körpergeruch eines Menschen verantwortlich sind. Duftdrüsen finden sich vor allem unter den Achseln und in Genital- sowie Afterbereich.

Rätselhafte gemischte Schweißdrüsen

Während reine Schweißdrüsen durch Nervenfasern aktiviert werden, reagieren Duftdrüsen auf Hormone. Außerdem gibt es Schweißdrüsen vom gemischten Typ, deren Rolle beim übermäßigen Schwitzen bisher nicht geklärt ist.

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Als übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) wird Schwitzen bezeichnet, bei dem vom Körper mehr Schweiß gebildet wird als für die Temperaturregulation erforderlich ist.

Hyperhidrose kann in die Isolation führen

Übermäßiges Schwitzen ist eine relativ häufige Störung. Es kann sowohl herdförmig auftreten, also auf einzelne Körperregionen begrenzt sein (vor allem Achselhöhlen, Fußsohlen, Handflächen und Gesicht), als auch den gesamten Körper betreffen. Für örtlich begrenztes, übermäßiges Schwitzen sind ausschließlich reine Schweißdrüsen verantwortlich. Duftdrüsen sind an herdförmigen Hyperhidrosen nicht beteiligt.

Hält übermäßiges Schwitzen über einen längeren Zeitraum an (typisch bei Hyperhidrose ohne anderweitige Grunderkrankung; Schwitzen häufig bereits seit der Pubertät), droht bei fehlender Behandlung soziale und berufliche Isolation sowie eine starke Einschränkung der Lebensqualität. Außerdem kann es in den beständig feuchten Hautarealen zu Pilzinfektionen, Warzenbildung und anderen Hautveränderungen kommen.  

Schweißfüße

Ist die Schweißproduktion gestört und wird mehr Schweiß als nötig produziert, spricht man von Hyperhidrose.

Autor: Jan Groh für DVGE Verlag für Gesundheit und Ernährung
Letzte Aktualisierung: 19. Oktober 2011
Durch: Sarah Wagner
Quellen: Eisenach JH, et al. Hyperhidrosis: evolving therapies for a well-established phenomenon. Mayo Clin Proc. 2005; 80: 657-66. URL: http://www.mayoclinicproceedings.com/cgi/pmidlookup?view=long&pmid=15887434 Haider A, Nowell S. Focal hyperhidrosis: diagnosis and management. CMAJ. 2005; 172: 69-75. URL: http://www.cmaj.ca/cgi/pmidlookup?view=long&pmid=15632408 Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG). Definition und Therapie der primären Hyperhidrose. URL: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-059.pdf Morrison SF, et al. Central control of thermogenesis in mammals. Exp Physiol. 2008; 93: 773-97. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2496891/pdf/nihms-59720.pdf Lippert H. Lehrbuch Anatomie. 7. Auflage, Elsevier, München 2006 Siegenthaler W (Hrsg.), et al. Differentialdiagnose innerer Krankheiten. 16. Auflage, Stuttgart, New York 1988.

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