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Hautausschlag
Hautausschlag: Definition
Als Hautausschlag (Exanthem) werden vorübergehende Veränderungen des Erscheinungsbilds der Haut bezeichnet. Hautausschlag kann sowohl örtlich begrenzt auftreten als auch den gesamten Körper erfassen. Dauerhaft bestehende Hautveränderungen, wie z.B. Leberflecken, werden nicht als Hautausschlag bezeichnet.
Hautausschlag kann in vielfältiger Gestalt auftreten. Die Verteilung und das Aussehen der Hautveränderungen sind dabei oft so typisch, dass Hautärzte (Dermatologen) die Ursache eines Ausschlags in vielen Fällen allein aus dessen Erscheinungsbild bzw. auch durch das Auftreten typischer Begleitsymptome ableiten können. Während beispielsweise die Kinderkrankheit Masern charakteristischer Weise mit Hautausschlag und Fieber einhergeht, tritt bei Neurodermitis ein juckender Hautausschlag ohne Fieber auf. Auch ein Kontaktekzem kann im Rahmen einer Allergie zu Hautausschlag führen, bei dem eine Erhöhung der Körpertemperatur nicht typisch ist.
In Verbindung mit einem Hautausschlag werden darüber hinaus unterschiedliche Hautveränderungen (Effloreszenzen) unterschieden.
Hautveränderungen werden in unterschiedliche Grundformen unterschieden:
Auf dem Höhenniveau der umgebenden Haut:
- Fleck (Makel) – umschriebene Farbveränderung
Hauterhebungen:
- Knötchen (Papel) – Hauterhebung mit einem Durchmesser von weniger als 5 mm
- Knoten (Nodus) – Hauterhebung mit einem Durchmesser von mehr als 5 mm
- Plaque – flächige Hauterhebung mit bis zu 10 cm Durchmesser
- Bläschen (Vesikel) – flüssigkeitsgefüllte Erhebung mit einem Durchmesser von weniger als 5 mm
- Blase (Bulla) – flüssigkeitsgefüllte Erhebung mit einem Durchmesser von mehr als 5 mm
- Pustel (Pustula) – mit Eiter gefüllte Hauterhebung
- Quaddel (Urtica) – beetartige Erhebung mit Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe (Ödem) und einem Durchmesser zwischen 0,2 und 10 cm
- Schwellung
Hautvertiefungen:
- Erosion – oberflächliche Verletzung der Haut
- Exkoriation – tief reichende Verletzung der Haut
- Geschwür (Ulkus) – chronische tief reichende Verletzung der Haut
- Riss (Rhagade)
Hautauflagerungen:
- Schuppe (Squama) – zusammenhänge Bereiche sich ablösender Oberhaut
- Kruste (Crusta) – eingetrocknete Flüssigkeit
- Flüssigkeit
Zur weiteren Charakterisierung von Hautausschlag werden darüber hinaus Angaben u.a. zu folgenden Punkten gemacht:
- Hautrötung (Erythem)
- Hautvergröberung (Lichenifikation) – die normale feine Felderung der Haut ist aufgehoben
- Anordnung der Hautveränderungen – z.B. gruppiert, verstreut oder zusammenfließend
- Form der Anordnung – z.B. linear, kreisförmig (anular)
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