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Die Hormonspirale im Alltag

Sportliche Betätigung? Kein Problem!

Die Hormonspirale schränkt die Möglichkeiten, Sport zu treiben, nicht ein. Sie liegt gut geschützt in der Gebärmutter und verliert deshalb in der Regel auch bei starker körperlicher Bewegung nicht ihre Position.

Körperliche Bewegung, insbesondere in Form von Ausdauersport wie Schwimmen, Radfahren, Joggen oder Tanzen sorgt für ein ausgeglichenes Körpergewicht, hält fit und beugt nachweislich vielen Erkrankungen, beispielsweise Herzkreislauf-, Krebserkrankungen und Osteoporose vor. Das gilt praktisch für jedes Lebensalter. Sportliche Höchstleistungen sind dabei nicht vonnöten, vielmehr kommt es auf Regelmäßigkeit und den Spaß an der Bewegung an.

Die Hormonspirale passt sich körperlicher Bewegung an

Frauen, die mit der Hormonspirale verhüten, müssen sich in ihrer Beweglichkeit nicht eingeschränkt fühlen und können ihren sportlichen Aktivitäten weiterhin ohne Bedenken nachgehen. Zwar handelt es sich bei der Hormonspirale um einen „Fremdkörper“, der in die Gebärmutter eingelegt wird. Dennoch beeinflusst die Spirale die körperliche Bewegungsfreiheit der Trägerinnen im Normalfall nicht. Dank ihrer elastischen und T-förmigen Struktur sitzt sie fest in der Gebärmutter und passt sich körperlichen Bewegungen an. Sie verrutscht im Normalfall selbst bei extremer Belastung etwa in Form von Leistungssport nicht.

Geringe Monatsblutung von Vorteil

Der Umstand, dass die Monatsblutung bei Anwendung der Hormonspirale an Intensität und Länge abnimmt oder mitunter sogar ganz ausbleibt, kann gerade in Hinblick auf sportliche Aktivitäten von Vorteil ein. Wenn Frau ihre „Tage“ hat, ist die Lust auf körperliche Bewegung und Sport häufig nicht besonders ausgeprägt. Ist die Monatsblutung dagegen nur gering, wird dies in Bezug auf sportliche Aktivitäten als positiv empfunden.

Allgemeine Hygienemaßnahmen reichen aus

Frauen, die die Hormonspirale tragen, müssen bei sportlicher Betätigung keine besonderen hygienischen Maßnahmen beachten. Die allgemeinen Empfehlungen, die praktisch immer gelten, reichen aus, um beispielsweise Infektionskrankheiten zu verhindern. Zu diesen Maßnahmen zählen:

  • das Wechseln der Kleidung nach dem Sport
  • regelmäßiges, aber nicht übertriebenes Waschen des Intimbereichs, wobei nur Wasser oder seifenfreie pH-neutrale Duschgels o.ä. verwendet werden sollten, um den pH-Wert der Haut nicht zu beeinflussen und die natürliche Hautbarriere für Krankheitserreger zu erhalten
  • die ausschließliche Verwendung eigener Handtücher im Intimbereich
  • das Unterlegen von Handtüchern beim Sitzen etwa auf Sauna- oder Schwimmbadbänken

Den Sitz der Hormonspirale regelmäßig kontrollieren

Auch wenn im Allgemeinen nichts passiert - gänzlich kann ein Verrutschen der Spirale bei körperlicher Bewegung nicht ausgeschlossen werden. Nur in sehr seltenen Fällen verändert sie ihre Position und kann dann die Gebärmutterschleimhaut verletzen oder aus der Gebärmutter in die Scheide ausgestoßen werden. Es ist deshalb sinnvoll, regelmäßig die Rückholfäden, die sich an der Spirale befinden, zu ertasten. Außerdem wird empfohlen, die Lage der Hormonspirale im Abstand von sechs Monaten vom Frauenarzt kontrollieren zu lassen. Darüber hinaus ist ein Besuch beim Frauenarzt angezeigt, wenn etwas Ungewöhnliches eintritt wie plötzliche Bauch- oder Rückenschmerzen oder Blutungen. Der Frauenarzt kann durch eine einfache Untersuchung feststellen, ob die Beschwerden im Zusammenhang mit der Hormonspirale stehen und ob Handlungsbedarf besteht oder nicht.


Quelle: Fachinformationen zu „Mirena ®“, Rote Liste Service GmbH (Stand: Januar 2009); „Empfängnisverhütung. Familienplanung in Deutschland“, AWMF-Leitlinie 015/015 S1, Hrsg. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Deutsche Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin (DGGEF), Berufsverband der Frauenärzte (BVF) (Stand: August 2008)
Autor: Kathrin Sommer
Stand: May 19, 2010


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