
Verhütung durch Hormonspirale
Welche Fragen sind vorab zu klären?
Um sicher entscheiden zu können, ob die Hormonspirale die geeignete Methode zur Verhütung einer Schwangerschaft ist oder nicht, sind ausreichende Informationen notwendig. Diese können im Gespräch mit dem Arzt geklärt werden.
Vor dem Einsetzen der Hormonspirale wird der Arzt die Patientin zu einer körperlichen Untersuchung und einem Vorgespräch einladen. Im Gespräch wird er gemeinsam mit der Frau die möglicherweise bestehenden individuellen Risiken für diese Verhütungsmethode und weitere wichtige Aspekte besprechen. Die Frau hat ihrerseits die Möglichkeit, für sie wichtige, noch offene Fragen zu klären. Die folgenden Fragen sollten angesprochen werden.
Fragen zum Einlegen, zur Praktikabilität und zum Wirkprinzip
Jede Frau sollte wissen, auf welchem Wirkprinzip die Methode beruht, die sie zur Schwangerschaftsverhütung anwendet. Der Frauenarzt kann über die Wirkweise der Hormonspirale genaue Auskunft geben. Darüber hinaus kann er erläutern, wie das Einlegen bzw. Wechseln der Hormonspirale funktioniert und was dabei von Seiten der Frau zu beachten ist, etwa ob sie sich für den Eingriff in spezieller Weise vorbereiten muss. Zudem sollten Frauen nach besonderen Verhaltensregeln während des Tragens der Spirale fragen, damit die größtmögliche Sicherheit bei der Verhütung erreicht werden kann. Dazu gehört auch die Frage nach eventuell notwendigen Maßnahmen, die den Sexualverkehr betreffen.
Vorerkrankungen klären und Risiken erfragen
Auch wenn die Hormonspirale als eine effektive und gut verträgliche Methode zur Verhütung gilt, ist ihr Einsatz nicht uneingeschränkt möglich. So muss beispielsweise sichergestellt sein, dass vor dem Einlegen der Hormonspirale keine Schwangerschaft besteht. Außerdem sollte durch ein Gespräch über die Krankenvorgeschichte sowie eine Voruntersuchung geklärt werden, ob bestimmte Erkrankungen vorliegen, etwa Infektionen im Genital- oder Beckenbereich, Krebserkrankungen der Brust oder Gebärmutter, Erkrankungen der Leber oder Herzkreislauferkrankungen. Bei einigen dieser Erkrankungen ist die Anwendung der Hormonspirale ausgeschlossen, bei anderen kann sie unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen dennoch erfolgen. Wichtig ist es auch, über Medikamente zu sprechen, die regelmäßig oder gelegentlich eingenommen werden, und darüber, ob sie zu Wechselwirkungen mit der Hormonspirale führen können. Unabhängig davon sollten Frauen ihren Arzt nach eventuellen Risiken der Methode fragen, die beispielsweise im Zusammenhang mit dem Lebensstil stehen und einen Einsatz der Hormonspirale unter Umständen sogar in Frage stellen.
Wann muss ich zum Arzt?
Wichtig ist es für Trägerinnen der Hormonspirale zu wissen, welche Nebenwirkungen auftreten können und wann diese einen - eventuell auch sofortigen - Arztbesuch erfordern. Ebenso sollten sie erfragen, wann und wie oft nach dem Einlegen der Spirale ärztliche Kontrollen notwendig sind und welche Untersuchungen dabei durchgeführt werden.
Was, wenn ich doch schwanger werden will?
Die Hormonspirale wirkt nach dem Einlegen fünf Jahre. Sie eignet sich daher vor allem für Frauen, die wissen, dass sie in der nächsten Zeit kein Kind bekommen möchten. Da sich der Wunsch nach einem Kind später jedoch wieder einstellen kann, sollten Frauen im Vorgespräch mit dem Arzt erfragen, inwiefern die Hormonspirale eine gewünschte spätere Schwangerschaft beeinflusst. Ab wann kann ich wieder schwanger werden, wenn die Hormonspirale entfernt wurde? Kann ich nach einer Schwangerschaft wieder mit der Hormonspirale verhüten und wenn ja, zu welchem Zeitpunkt nach der Geburt des Kindes ist das möglich? - Diese und ähnliche Fragen gehören dazu.
Welche Kosten kommen auf mich zu?
Frauen, die mit der Hormonspirale verhüten wollen, sollten auch über die damit verbundenen Kosten informiert sein. Der Arzt kann Auskunft darüber geben, ob und in welchem Maße beim Einlegen, Wechseln und Entfernen der Spirale sowie bei den Kontrolluntersuchungen Kosten für die Anwenderin entstehen.






