Erwartungsdruck
Wenn die Spannung überhand nimmt
Täglich sind wir mit Erwartungen konfrontiert. Nicht nur der Lebenspartner und die Familie, die Kollegen und der Chef stellen Anforderungen. Auch wir selbst versuchen, den eigenen Erwartungen zu entsprechen und die Anforderungen des täglichen Lebens zu meistern. Dieser "Zivilisationsdruck" kann ein Gefühl innerer Unruhe verursachen.
Einige Menschen brauchen solche Spannungs- und Drucksituationen - dieses ständig Angetrieben sein geradezu als kreativen Impuls. Andere können mit einem solchen Druck nicht umgehen und reagieren zunehmend mit Nervosität und Überspannungsgefühlen. Für beide gilt aber, dass Körper und Psyche ab einem individuellen Spannungspegel Informationen selektieren und andere betont in den Vordergrund heben. In extremen Belastungssituationen reagiert der Körper mit seiner eigenen Logik.
Konzentrations- und Merkfähigkeit nehmen ab. Dinge, die nicht so wichtig erscheinen, können auf diese Weise in das nicht mehr bewusst zugängliche Gedächtnis verschoben werden - Schlüssel im Türschloss stecken lassen, Termine vergessen sind nur einige Beispiele solcher möglichen Informationsverluste. Nimmt die körperliche und psychische Spannung, der Druck von außen und vor allem auch die eigene subjektive Bewertung des Druckes weiter zu, reagieren Körper und die Seele zunehmend mit körperlichen und psychischen Symptomen:
Körperliche Symptome
- Parästhesien (Finger oder andere Körperglieder schlafen ständig ein, Kribbeln am oder im Mund)
- Atemstörungen, z.B. Kurzatmigkeit, flache Atmung
- Herzsensationen wie Herzstolpern
- Aufstoßen
- Zittern
- Zähneknirschen
- Spannungskopfschmerz ...
Psychische Symptome
- Ständige innere Unruhe
- Angstzustände
- Konzentrationsschwäche
- Vergesslichkeit
- schnelle Erschöpfbarkeit
- Depressive Stimmungslage und Antriebsverlust
- Schlafstörungen




