
Akute Rhinosinusitis
Nicht einfach bloß ein Schnupfen
Kuriert man einen Schnupfen nicht rechtzeitig aus, erhöht sich die Gefahr einer Nasennebenhöhlenentzündung. Hier ist rasche Linderung gefragt.
Schnupfen nicht unterschätzen
Rund zwei- bis viermal im Jahr plagen uns Atemwegsinfekte: Die Nasenschleimhaut entzündet sich, schwillt an und sondert reichlich schleimiges Sekret ab, das nicht richtig abfließen kann. Was die Betroffenen häufig als Schnupfen abtun, sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Wenn nämlich ein viraler Infekt nicht rechtzeitig auskuriert wird, kann sich die Entzündung auf die Nasennebenhöhlen ausweiten und so eine akute Rhinosinusitis entstehen. Die Hauptsymptome: Druckgefühl und ein bohrender Schmerz im Gesicht sowie eine Behinderung der Nasenatmung und des Geruchssinns.
Einsatz von Antibiotika erst ab dem 7. Tag
Zwar werden solche Erkrankungen der oberen Atemwege in der Regel durch Viren und nur in seltenen Fällen bakteriell verursacht, dennoch verordnen viele Ärzte auf Verdacht Antibiotika, um Komplikationen zu vermeiden. Doch gerade die übermäßige Verordnung von Antibiotika auf Verdacht ist angesichts der geringen Wahrscheinlichkeit einer primären bakteriellen Infektion ungerechtfertigt. Laut einer Vielzahl von aussagekräftigen klinischen Studien unterscheidet sich die Heilungsdauer einer akuten Rhinosinusitis mit und ohne Antibiotikum nicht, außerdem gibt es überzeugende Alternativen. Erst ab dem 7. Tag einer schweren, langanhaltenden Symptomatik sollten Antibiotika verordnet werden.
Pflanzliche Wirkstoffe schaffen Linderung
Für eine rasche Symptomlinderung bei akuter Rhinosinusitis innerhalb der ersten Woche ist es wichtig, dass sich der zähe Schleim schnell verflüssigt und die Atemwege wieder belüftet werden. Pflanzliche Sekretolytika in Kombination mit abschwellenden Nasentropfen oder Sprays eignen sich hierfür hervorragend.
Freier Atem dank Operation
Wenn bei chronischer Sinusitis Medikamente nicht mehr helfen und Komplikationen drohen (z.B. eine Hirnhautentzündung), muss operiert werden. Das Operationsgebiet ist dabei gerade einmal so groß wie eine Streichholzschachtel: das Siebbein, ein labyrinthartiger Knochen zwischen der Nasen- und Augenhöhle, dessen Schleimhaut im Falle einer Entzündung anschwillt und die Belüftung und den Sekretabstrom der Nasennebenhöhlen behindert.
Um die Belüftung der pneumatisierten Höhlen wieder herzustellen, werden Knochenlamellen und -zellen aus dem Siebbein entfernt. Heute wird das Siebbein vielerorts vollständig ausgeräumt und dabei leider die Statik der Nasenhöhle zerstört. Es gibt aber eine neue minimalinvasive und somit schonendere Methode, die an der Park-Klinik Weißensee in Berlin entwickelt wurde: Bei der Biostatischen Siebbeinchirurgie (BES) werden endoskopisch ausschließlich die verengenden und verzichtbaren Zellen entfernt und somit Schrumpfungsphänomenen vorgebeugt. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, dauert 30 bis 60 Minuten und die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.









