Symptome
Husten
Husten ist eigentlich ein Symptom und keine Krankheit. Er ist ein hörbares Zeichen der Reizung oder Entzündung der Luftröhre.
Beim Husten zieht sich das Zwerchfell zusammen. Die Luft in den unteren Luftwegen wird ruckartig ausgestoßen und mit ihr alle Fremdpartikel, die sich auf den Schleimhäuten befinden. Der Mechanismus des Hustens dient also der Reinigung der Luftwege von Staub, Essenspartikeln, Bakterien und Viren.
Man unterscheidet zwei Arten von Husten: trockenen Husten und Husten mit Auswurf. Zu Beginn einer Erkältung tritt häufig ein Reizhusten ohne Schleimbildung auf. Grund ist z.B. eine trockene und gereizte Rachenschleimhaut. Der Betroffene wird durch schmerzhafte, bellende Hustenstöße gequält. Klingt die Entzündung ab, folgt die Phase des sogenannten produktiven Hustens: Bei einer Hustenattacke wird klarer oder gelblich-grün verfärbter Schleim ausgehustet. Das Sekret ist häufig sehr zäh und sitzt so fest, dass es nur schwer abgehustet werden kann. Bei produktivem Husten daher wichtig, dass der Schleim auf den Bronchien verflüssigt wird und leicht abgehustet werden kann. Hier sollten frühzeitig heilende Hustenpräparate zur Anwendung kommen. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr erleichtert das Abheilen. Entwickelt sich der Erkältungshusten zu einem dauerhaften Reizhusten, ist eine ärztliche Untersuchung notwendig, damit z.B. eine atypische Lungenentzündung oder andere schwerwiegend Erkrankungen frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden können.
Husten in Verbindung mit Atembeschwerden, Auswurf und rasselnden Lungengeräuschen kann auf eine akute Bronchitis hinweisen. Auch hier empfiehlt sich eine Vorstellung beim behandelnden Hausarzt oder Internisten.
Loren J.(2007): Erkrankung der oberen Atemwege. In: Schölmerich J. (2007): Medizinische Therapie 2007/2008, 3. überarbeitete Auflage, Springer Verlag, Heidelberg.





