Leistung
Wann sind die eigenen Grenzen erreicht?
Konzentration, hohe Aufmerksamkeit, entschlossenes und konsequentes Handeln, das Aufschieben aktueller Bedürfnisse, Arbeiten unter Zeitdruck und Hektik: All das erfordert alltägliche Anpassungsleistungen. Unter günstigen Umständen - am Anfang eines Tages, nach einer Arbeitspause oder einem Urlaub - kann diese Leistung ohne nennenswerte Schwierigkeiten vollbracht werden. Im Laufe der Zeit jedoch summieren sich die psychischen und physischen Belastungen. Ermüdung, Monotonie, psychischer Stress und physische Sättigung setzen der Anpassungsleistung eine Grenze.
Einseitig - bis zur Überspannung
Selbst wenn Arbeiten auf den ersten Blick nicht sehr anspruchsvoll und anstrengend erscheinen, können ermüdungsbedingte Arbeitsabbrüche durch Überlastung folgen.
Gerade einförmige und sich wiederholende Tätigkeiten unterfordern und rufen eine Gefühl des "Auf-der-Stelle-tretens" hervor. Frustrations- und Spannungsgefühle wie Ärger, Unlust, Unzufriedenheit, Missmut, Gereiztheit, nervöse Unruhe und innere Spannung sowie Abneigung und Widerwillen bedingen dann in der Regel einen deutlichen Leistungsabfall. Gerade hier ist der Freizeitausgleich für das Auffüllen des erlebten Sinnverlustes notwendig.
Tätigkeiten hingegen, die eine ständige Präsenz, Aufmerksamkeit und Konzentration fordern, benötigen als Ausgleich Ruhepausen und Freizeitgestaltungen, die weniger Verantwortung erfordern und in denen die geistige Leistungsfähigkeit wieder regenerieren kann. Die Wahrnehmungssinne zur Ruhe kommen lassen ist hier eine wichtige Taktik.
Psychischer Stress entsteht ganz besonders dann, wenn ein gestecktes Ziel nicht erreichbar scheint oder wenn Zeitpläne zu eng gesteckt sind. Angst, Anspannung und Nervosität können das Denken blockieren. Bei stressbedingten Überforderungssituationen, die verspannen und den ganzen Körper verkrampfen, ist es wichtig, die innere Aktivierung herunterzuregeln und zur Ruhe zu kommen. Ohne den nötigen inneren Abstand und das Beruhigen verstärken sich die Stresssymptome immer mehr: Überreaktionen bei nichtigen Anlässen, Bewegungsunsicherheiten und Denkblockaden, Versagen bei dem Versuch komplexe Probleme zu lösen, denen man sonst gewachsen wäre, sind die Folge.




