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Krebs-Vorbeugung

Gesunde Ernährung ist die beste Prävention

Gibt es eine Krebsdiät? Die Antwort auf diese Frage lautet Nein! Aber es gibt zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse, die belegen, in welchem Ausmaß sich Ernährung auf die Entstehung von Krebserkrankungen auswirkt.

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam veröffentlichte folgende Daten:

Mehr als ein Drittel der jährlich in Deutschland auftretenden Krebsneuerkrankungen sind auf eine ungesunde Ernährung zurückzuführen. Das sind bei 340.000 Krebsfällen 98.000 bis 133.000 vermeidbare Erkrankungen! Besonders eindrucksvoll wirken sich diese Zahlen für den Darmkrebs und den Brustkrebs aus.

Wie sehen Ernährungsempfehlungen aus?

Idealerweise gibt die Nahrung dem Körper Energie, Nähr- und Wirkstoffe. Gleichzeitig sorgt sie für Genuss und Wohlbefinden.


  • Eine vollwertige und bedarfsgerechte Ernährung sollte vor allem möglichst frei von Fremd- und Schadstoffen sein. Frische Lebensmittel enthalten zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, die die Abwehrkräfte des Organismus stärken. Ihr idealer Speiseplan besteht zu 50 % aus frischem Obst oder frischem Gemüse! Bei einigen Sorten aber ist eine warme Zubereitung notwendig, damit sie verdaulich werden: Kartoffeln, grüne Bohnen und Hülsenfrüchte. Eine möglichst schonende Lagermöglichkeit ist das Tiefkühlfrosten.

  • Für Getreide und Getreideprodukte gilt: Nur das volle Korn gewährleistet eine hohe Nährstoffdichte. Vermeiden Sie besonders das "Auszugsmehl" vom Typ 405, da gerade bei diesem die wichtigen Stoffe entfernt wurden: Dabei gehen 40 bis 90 % der Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe verloren.

  • Ein hoher Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen macht Milch zu einem unverzichtbaren Bestandteil Ihrer täglichen Ernährung. Außerdem ist sie reich an Eisen.

  • Fleisch sollten Sie nur in Maßen und auf keinen Fall täglich genießen. Es sollte sogar eher nur eine Beilage für die größere Portion Gemüse sein! Im Fleisch sind viele unerwünschte Stoffe enthalten: gesättigte Fettsäuren, Cholesterin und harnsäurebildende Substanzen. Besonders ungesund sind Fleischwaren, die auf dem offenen Grill zubereitet wurden und vielleicht sogar an einigen Stellen schwarz gekohlt sind. Essen Sie besser mindestens einmal pro Woche Fisch: Er ist reich an Selen, Jod und ungesättigten Fettsäuren.

  • Auch Fett sollte nur einen kleinen Teil der täglichen Ernährung ausmachen: Nehmen Sie täglich nicht mehr als 40 g streichbare und 30 bis 40 g unsichtbare Fette zu sich. Zu viel davon schadet dem Verdauungstrakt, den Blutgefäßen und fördert Übergewicht. Verwenden Sie vorzugsweise "kaltgepresste" und unraffinierte Pflanzenöle oder "ungehärtete" Margarine.

  • Reduzieren Sie Ihre tägliche Zuckerzufuhr! Zucker enthält keine Vitamine, Ballaststoffe oder andere lebensnotwendige Wirkstoffe. Sie können bei zahlreichen Rezepten die Angaben für Zucker auf die Hälfte reduzieren - und werden feststellen, dass sie dennoch schmecken. Außerdem werden Sie dann schnell bemerken, wie stark mittlerweile Speisen übersüßt werden.

Der Gesundheits-Tipp:

Stellen Sie Ihre Ernährung langsam, aber deutlich um. Nehmen Sie sich ruhig Zeit dafür. Jeder kleine Schritt für den Erhalt Ihrer Gesundheit wird sich lohnen!

Lesen Sie hierzu auch auf den Informationsseiten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung und der Deutschen Krebshilfe nach. Klicken Sie dazu einfach auf die Links am Ende dieser Seite.


Autor: Springer Medizin
Stand: Jul 23, 2008


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