Gesund leben – Krebs vorbeugen
Was Sie tun können
Bei vielen Krebsarten gilt: Das Erkrankungsrisiko kann durch eine gesunde Lebensweise günstig beeinflusst werden.
Krebs ist weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Mehr als zwölf Millionen Menschen erhalten jedes Jahr die Diagnose, 7,6 Millionen sterben an einer Krebserkrankung. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO werden ohne gezielte Gegenmaßnahmen zwischen 2005 und 2015 etwa 84 Millionen Menschen an Krebs versterben.
Das Krebsrisiko kann beeinflusst werden
Dabei kann das individuelle Krebsrisiko beeinflusst werden. Ein wichtiger Risikofaktor für viele Krebsarten ist der Lebensstil. Experten vermuten, dass etwa vier von zehn Krebserkrankungen durch eine gesunde Lebensweise potenziell vermieden werden könnten. Folgende Empfehlungen gelten:
Das Rauchen aufgeben oder gar nicht erst damit beginnen: Rauchen gilt als der Krebsverursacher Nr. 1. Unzählige Krebsarten (Krebs der Lungen, der Mundhöhle, des Kehlkopfes, der Speiseröhre, der Harnblase, der Niere, des Magens, der Bauchspeicheldrüse, der Brust und des Gebärmutterhalses sowie Leukämien) werden in ihrer Entstehung durch das Rauchen begünstigt. Auch Passivrauchen steigert das Krebsrisiko nachweislich.
Den Alkoholkonsum einschränken: Alkohol ist, in großen Mengen konsumiert, ebenfalls ein Risikofaktor für zahlreiche Krebserkrankungen, z.B. für Krebs der Mundhöhle, der Speiseröhre, des Kehlkopfes, der Bauchspeicheldrüse, der Leber und der Brust.
Eine ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen in Form von Obst und Gemüse, viel Fisch, ausreichend Mineralien wie Kalzium und einem geringen Anteil an rotem und verarbeitetem Fleisch kann das Darmkrebsrisiko nachweislich senken. Sie hilft außerdem, ein gesundes Körpergewicht zu halten. Übergewicht und Fettleibigkeit gelten ebenfalls als Risikofaktoren für viele Krebsarten, z.B. Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Speiseröhrenkrebs, Gebärmutterkörperkrebs und Nierenzellkrebs.
Intensive körperliche Bewegung schützt nachweislich vor Krebs. Als besonders effektiv gelten Ausdauersportarten, die mit einem hohen Energieverbrauch einhergehen, z.B. Schwimmen, Radfahren, Tanzen oder Joggen.
Ausreichender Schutz vor übermäßiger Sonnenbestrahlung: UV-Licht ist der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. Schutzmaßnahmen vor zu viel Sonne sind bereits im Kindesalter notwendig.
Schutzmaßnahmen vor Infektionen mit Krankheitserregern wie krebserregenden und sexuell übertragbaren Viren, z.B. Humanen Papillomviren (HPV, Verursacher von Gebärmutterhals-, Vulva- und Rachenkrebs), Hepatitis B und C (Verursacher von Leberzellkrebs).
Regelmäßige Teilnahme an Krebsfrüherkennungsuntersuchungen: Viele Krebsarten können bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung geheilt werden, weshalb sich die Teilnahme an den gesetzlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen lohnt. Zudem sollte bei auffälligen Veränderungen der Haut und der Schleimhäute oder bei anhaltenden Beschwerden (z.B. dauerhafter Husten, chronische Heiserkeit etc.) ein Arzt aufgesucht werden. Empfohlen wird auch, einmal im Monat die Brust bzw. die Hoden und den Penis selbst auf Auffälligkeiten zu untersuchen.
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