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Erkältung vorbeugen mit Wärme

Vor allem warme Füße sind wichtig

Egal ob Sie ihre Ölheizung anschalten oder Ihren Wagen starten: bei der Verbrennung von energieliefernden Stoffen wird Wärme freigesetzt.

Die relativ konstante Betriebstemperatur im Körperkern, die der Mensch braucht, damit seine Biochemie gut funktioniert (37 (+/- 0,5 Grad) Körperkerntemperatur), steuert ein Regelmechanismus im Gehirn.

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Genauso ist es auch mit unserem Körper. Die Körperwärme resultiert aus der Energiegewinnung - Hormonsteuerung, Immunabwehr, Herzklopfen, Muskelarbeit, Denkleistung, Stress - alle diese Körperfunktionen benötigen Energie.

Warme Kleidung hilft im Winter, den Körper nicht auskühlen zu lassen. Besonders warme Füsse und eine warme Stirn sind eine wichtige Vorsorge vor Erkältungen. Auf dem Markt gibt es inzwischen heizbare Schuheinlagen und so mancher schwört auf die Wirkung von Pulswärmern. Auskühlung verhindert der Körper, indem er den Muskeltonus erhöht, der bis zum Muskelzittern gehen kann.

Wärme läßt sich als Therapeutikum einsetzen: Sauna, Bäder in vielen Varianten und Schwitzkuren im Bett beugen Erkältungen vor oder lindern Reizungen und Entzündungen im Bereich der Atemwege.

Doch immer warm Einpacken und keine Kälte an den Körper lassen, hilft dem Körper wenig, denn er muss lernen, mit den gegebenen klimatischen Bedingungen umzugehen. Spaziergänge und auch das Laufen bei Wind und Wetter stärken die Gesundheit von Erwachsenen und Kindern.

Gerade wenn Erkältungs- und Grippewellen über das Land ziehen, sind geschlossene Räume, Massenansammlungen, Bus und Bahn Orte, an denen man ganz besonders leicht mit Erkältungsviren konfrontiert ist.

Baden

Ein Bad ist mehr als eine bloße Körperreinigung. Ein Vollbad in einem wohltemperiertem Kräuterbad bei 37 Grad Celsius kann dem Körper die nötige körperliche und seelische Entspannung vermitteln, die er zur Regeneration braucht. Baden steigert das Wohlbefinden und macht Spaß. Alleine deshalb ist es schon ein sinnvoller Schutz vor Erkältungen, denn ein solcher Stressabbau lässt das Immunsystem aufatmen.

Bäder bewirken noch viel mehr: Die Wärme und der äußere Druck durch das Wasser aktiviert das Herz-Kreislauf-System und die Nierentätigkeit, die Zellregeneration und die innere Reinigung.

Wenn dem Badewasser Kräuterextrakte (fertige Badezusätze, getrocknete Pflanzenteile etc.) zugefügt sind, können heilende Pflanzenstoffe von der Haut besonders gut aufgenommen werden. Die Wärme steigert die Hautdurchblutung, erkältungsmildernde Kräuterwirkstoffe durchdringen die Hautbarriere, gelangen so in den Kreislauf und schließlich auch in den Zellstoffwechsel. Badezusätze mit leicht flüchtigen ätherische Ölen und ihre heilenden Essenzen verdampfen während des Badens und gelangen direkt zu den durch die Erkältung betroffenen Schleimhäuten in den Atemwegen. Kräftiges Durchatmen (nicht Hyperventilieren) unterstützt ihre Wirkung.


Autor: Springer Medizin
Stand: Feb 6, 2008


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