Sport während der Schwangerschaft
Sit-ups während der Schwangerschaft nur bedingt günstig
Gerade in der Schwangerschaft zahlt sich ein trainierter Bauch aus. Denn je kräftiger die Bauchmuskulatur ist, desto stärker wird der Rücken entlastet. Besonders Sit-ups und andere Übungen für die gerade Bauchmuskulatur sollten jedoch ab der zweiten Schwangerschaftshälfte vom Trainingsplan gestrichen werden, da sie zu Verletzungen der Muskulatur führen können.
"Die gerade Bauchmuskulatur sollte in der Schwangerschaft, spätestens ab der 20. Schwangerschaftswoche, möglichst nicht mehr trainiert werden, damit ein Auseinanderweichen der linken und rechten Muskelpartien nicht zusätzlich forciert wird", erläutert Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). Gegen Ende der Schwangerschaft weichen die linken und rechten Bauchmuskelgruppen entlang der Mittellinie leicht auseinander. Diese sogenannte Rektusdiastese soll dem Ungeborenen mehr Raum im Mutterleib geben. Zwischen den Muskelgruppen bleibt eine sehnige Verbindung zurück. Werden die Muskeln nun intensiv beansprucht, kann diese Verbindung überdehnt werden oder gar auseinanderreißen.
Sportliche Frauen sollten während der Schwangerschaft am besten nur jene Muskelpartien trainieren, die im Bauch schräg verlaufen. Günstige Übungen sind das sogenannte Klappmesser oder schräge Sit-ups. Wer ganz sicher gehen will, kann sein Workout unter fachlicher Anleitung bei der Schwangerschaftsgymnastik absolvieren. So werden ungünstige Bewegungsabläufe oder Fehlbelastungen vermieden. Generell gilt: Schwangere sollten bei sportlichen Aktivitäten auf ihr Wohlbefinden achten. Bei Schmerzen, Schwindel, Blutungen oder andere Beschwerden sollte das Training sofort abgebrochen und ein Arzt konsultiert werden.








