Fehlgeburt
Liegt Getreide-Unverträglichkeit vor?
Wenn Frauen wiederholt Fehlgeburten erleiden oder das Ungeborene im Wachstum zurückbleibt, kann eine Unverträglichkeit von Weizen, Hafer und Roggen dahinterstecken.
Darauf macht die Medical Tribune Online mit Blick auf eine neue italienische Studie aufmerksam. Die Forscher nahmen 44 Frauen nach mehr als zwei Spontan-Aborten, 39 Frauen, deren Babys im Mutterleib in der Entwicklung zurückgeblieben waren und 50 gesunden Müttern Blut ab. Gemessen wurden Antikörper gegen Gluten, ein Eiweiß, das sich in den drei oben genannten Getreidearten findet. Diese Antikörper im Blut zeigen eine Zöliakie, wie die Erkrankung medizinisch heißt, an.
Ergebnis der Untersuchung: Acht Prozent der Frauen nach Fehlgeburten und 15 Prozent der Frauen mit wachstumsgestörten Kindern wiesen diese Antikörper auf, von den Müttern der normal entwickelten Kinder keine einzige. Bis auf eine Frau stimmten alle anderen mit positivem Antikörpertest einer Gewebeentnahme aus dem Dünndarm zu. Bei allen konnte dadurch der Verdacht, dass sie an einer unentdeckten Zöliakie litten, eindeutig bestätigt werden, so die Medical Tribune Online.








