Richtig Stillen
So kommt die Milch richtig ins Fließen
Die Bildung der Muttermilch ist ein von der Natur gut ausgeklügeltes System. Allerdings können Stress und Alltagsbelastungen das Stillen stark beeinträchtigen. Gerade am Anfang ist es wichtig Mutter und Kind möglichst viel Ruhe zu gönnen. Beide müssen sich aufeinander einstellen und brauchen hierfür Zeit.
Das bringt die Milchbildung in Schwung:
- Viel trinken: Zum Beispiel Mineralwasser, Kräutertee, Milchbildungstee, säurearmen Fruchtsaft (Apfelsaft), Gemüsesaft, Saftschorlen. Wichtig ist, dass der Tee keinen Salbei enthält, da Salbei eine hemmende Wirkung auf die Milchbildung haben kann. Tee aus Anis, Kümmel und Fenchel dagegen fördern die Milchbildung. Alle drei Zutaten sind in der Apotheke, in Reformhäusern oder Bioläden erhältlich. Am besten ist es, die Zutaten zu gleichen Teilen zu mischen. Zwei gehäufte Teelöffel reichen für eine große Tasse aus. Auf größere Mengen schwarzen Tee oder Kaffe (mehr als ein bis zwei Tassen pro Tag) sollten Stillende verzichten. Das hier enthaltene Koffein geht schnell ins Blut und auf diesem Weg auch in die Milch über.
- Unruhe und Stress vermeiden. Bei Stress wird das Hormon Oxytocin, das den Milchfluss anregt, nicht mehr gebildet. Die Folge ist, dass die Mutter keine Milch mehr an das Baby abgeben kann und häufig ein schmerzhafter Milchstau auftritt.
- Abends zur Entspannung vor dem Stillen ein warmes Bad nehmen oder Duschen mit lauwarmen Wasser. Das Brustgewebe wird weicher und lockert sich. Der Säugling kann die Brustwarze besser mit dem Mund umfassen und das Stillen fällt leichter.
- Reicht die Zeit für Baden oder Duschen nicht, helfen auch Kompressen mit feucht-warmen Tüchern.
- Die Brust mit Hautöl massieren: Wichtig ist, die Brustwarzen bei der Massage auszusparen. Die Talgdrüsen der Brustwarze sondern selbst eine ölartige Flüssigkeit ab, die entzündungshemmende Stoffe enthält. Achtung: Die Brust nicht kurz vor dem Stillen einreiben, da der fremde Ölgeruch das Baby verwirren würde.
Autor:
Springer Medizin
Stand:
Nov 8, 2001




