Blut- & Organspende
Blutspende nützt auch dem Gebenden
Für Unfallopfer müssen Bluttransfusionen jederzeit zur Hand sein, ebenso wie für Leukämiekranke und Patienten, die sich einer großen Operation unterziehen. Zwar gibt es hierzulande zwei Millionen Spender. Doch zu viele Deutsche scheuen noch den Aderlass. So kommt es gerade in den Sommermonaten zu Engpässen in der Versorgung. Pro Jahr fehlen knapp 200.000 Liter Blut.
Die Medizin ist auf Spender angewiesen, denn für das lebenswichtige Blut mit seinen vielfältigen Funktionen gibt es keinen künstlichen Ersatz. Doch manch einer meidet die Spendedienste, weil er um seine Gesundheit fürchtet. Doch dafür gibt es eigentlich kein Anlass - ganz im Gegenteil: Für den Spender hat der Aderlass sogar Vorteile.
Kostenloser Gesundheitscheck
Spenden kann jeder zwischen 18 und 65 Jahren, der gesund ist und mindestens 50 Kilo auf die Waage bringt. 450 Milliliter Blut rinnen pro Spender durch den Plastikschlauch. Das sind lediglich sieben bis acht Prozent des gesamten Blutvolumens, das im Körper zirkuliert. Zudem ist der Organismus in der Lage, den Verlust innerhalb von drei Wochen auszugleichen.
Fachpersonal nimmt den Spender vor der ersten großen Blutentnahme eingehend unter die Lupe - insofern stellt die Blutspende sogar einen kostenlosen Gesundheitscheck dar. Herz, Lunge, Leber, Lymphknoten, Wirbelsäule, Rachen und Schilddrüse - alle diese Organe untersucht der Arzt bei der Aufnahme in die Spenderkartei und danach alle zwei Jahre. Auch messen die Mitarbeiter des Transfusionsdienstes Blutdruck, Puls und Körpertemperatur, vor jeder Spende bestimmen sie ebenfalls den
Erst wenn dies alles erledigt ist, kann sich der Spender auf eine Liege für die Blutentnahme begeben. Nach etwa zehn Minuten ist die schmerzlose Prozedur überstanden. Anschließend untersucht das Personal das gespendete Blut, um jegliches Risiko für den Empfänger der Blutkonserve auszuschließen. Folgendes wird überprüft:
- die Zahl der Blutplättchen sowie der roten und weißen Blutkörperchen
- die Leberfunktionswerte
- ob sich HIV, Hepatitis B und C oder
Syphillis nachweisen lassen
Sollten die Ergebnisse von der Norm abweichen, informiert die Einrichtung den Spender sofort. Auf Wunsch teilt der Blutspendedienst die Befunde auch dem Hausarzt mit. Der Neuspender erhält außerdem seinen persönlichen Blutspendeausweis, der Auskunft über Blutgruppe und Rhesusfaktor gibt.
Nach der Spende heißt es: Trinken, trinken, trinken
Wer zum Spenden geht, sollte dies nicht auf nüchternen Magen tun, sondern sich eine leichte Mahlzeit mit Mineralwasser oder Fruchtsaft gönnen. In den Stunden nach der Spende heißt es: trinken, trinken, trinken. Schließlich muss der Körper den Flüssigkeitsverlust kompensieren, den die Spende mit sich bringt.
Vor und nach der Blutentnahme hat der Spender etwas Ruhe verdient. Spitzensportler sollten ihre schweißtreibende Tätigkeit deshalb erst ein bis zwei Tage nach dem Spendetermin wieder aufnehmen. Wer sein Blut regelmäßig zur Verfügung stellen möchte, kann dies etwa alle drei Monate tun.
Nicht jeder darf spenden
Für den Empfänger stellt eine Blutspende immer ein Erkrankungsrisiko dar. Auf der anderen Seite gibt es Spendewillige, die ein Blutverlust von 450 Milliliter zu sehr schwächen würde. Deshalb sind die Auswahlkriterien für die Spender sehr streng. So dürfen etwa Alkoholiker, Blutkranke, Schwangere, stillende Mütter sowie Patienten mit einer Erkrankung der Herzkranzgefäße oder des Blutes nicht spenden. Auch wer durch Malariagebiete gereist ist, darf erst sechs Monate danach wieder den Arm hinhalten. Die regelmäßige Einnahme gewisser Medikamente kann ebenso eine Kontraindikation sein.
Wer wissen möchte, ob er als Spender geeignet ist, findet auf der
Internetseite des DRK nähere Information.





