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Viren & Bakterien

Das Hepatitis-ABC: Das ist Typ A

Hepatitis ist eine gefährliche Erkrankung der Leber. Doch wo genau der Unterschied zwischen den verschiedenen Formen der Hepatitis liegt, daran scheitert meist das medizinische Wissen eines Laien. Welche Hepatitis-Formen gibt es überhaupt? Wie wird die Erkrankung übertragen?

Hepatitis - die Entzündung der Leber - kann viele Ursachen haben: Übermäßiger Alkoholgenuss, Nebenwirkungen von Medikamenten oder Chemikalien oder auch Störungen des Immunsystems. Im Allgemeinen ist Hepatitis aber eine von Viren übertragene Erkrankung.

Bekannt sind der Medizin bisher elf verschiedene Hepatitis-Viren und ihre Unterarten - Hepatitis A bis K. Die fünf häufigsten Viren sind jedoch die der Hepatitis A, B, C, D und E. Der einzige gemeinsame Nenner dieser Viren ist ihr Effekt auf die Leber. Sowohl in ihren Auswirkungen als auch in ihrer Herkunft unterscheiden sich die Viren jedoch voneinander - manche von ihnen entstammen völlig verschiedenen Viren-Familien.

Die Symptome der Hepatitis sind je nach Virus unterschiedlich, können auch in ihrem Ausmaß variieren. Alle der fünf häufigsten Viren können akute Symptome, die einige Wochen andauern, auslösen. Darunter Gelbsucht, starke Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen. Manche der von Hepatitis B und C Betroffenen merken aber oft lange nichts von ihrer Krankheit. Anders ist das bei Hepatitis A.

Akute Leberentzündung: Hepatitis A

Hepatitis A ist die leichteste Form der Hepatitis und heißt deshalb salopp auch "Leberschnupfen". Sie verläuft im Allgemeinen nicht tödlich. Das Virus greift die Leberzellen an, worauf das Immunsystem den Erreger bekämpft. Das Resultat ist eine akute Leberentzündung.

Die Betroffenen entwickeln nach der vier- bis sechswöchigen Krankheitsphase Antikörper gegen das Virus und können deshalb nicht erneut an Hepatitis A erkranken. Das Virus der Hepatitis A wird meist oral-fäkal übertragen. Das bedeutet, dass der Erreger normalerweise über verseuchte Nahrung oder über verseuchtes Wasser aufgenommen wird. Daher ist das Virus schnell übertragbar. Auf der anderen Seite kann es aber auch leicht durch Erhitzen oder Chloren abgetötet werden. Eine Impfung gegen Hepatitis A kann bei einer Reise in besonders betroffene Länder sinnvoll sein.

Hepatitis E - bisher gibt es keinen Impfschutz

Hepatitis E ist der Hepatitis A sowohl im Krankheitsbild als auch in der Art der Infektion sehr ähnlich. Entdeckt wurde das Virus 1980 in Indien, als man eine Hepatitis-E-Epidemie zunächst für einen aus verseuchtem Wasser stammenden Hepatitis-A-Virus hielt.

Übertragen wird das Virus ebenfalls durch Nahrung und Trinkwasser, die den Erreger enthalten. Ein chronischer Verlauf der Krankheit ist nicht bekannt, sie verläuft auch selten tödlich. Ausnahmen gibt es bei Schwangeren, wo die Krankheit schwere Verlaufsformen annehmen kann. Das eher seltene Hepatitis-E-Virus kommt hauptsächlich in Südostasien, Indien, Mittelamerika und Afrika vor. Eine Impfung ist bisher nicht möglich.


Autor: Springer Medizin
Stand: Sep 6, 2001


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