Februar 2006
Kinder von Suchtkranken brauchen Halt
Suchtkrankheit trifft immer auch die Familie und die Angehörigen. Besonders die Kinder leiden unter Suchtproblemen der Eltern. Rund 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche leben in Deutschland in einer Familie, in der mindestens ein Elternteil Suchtprobleme hat. Viele dieser Kinder werden als Erwachsene selbst zur Droge greifen ...
Diesen Kindern und Jugendlichen frühzeitig zu helfen hat sich das Projekt "Kindern von Suchtkranken Halt geben" zur Aufgabe gemacht. Es wird vom Bundesverband der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, gemeinsam mit dem BKK Bundesverband durchgeführt. Eine gerade erschienene Broschüre liefert nützliche Informationen zu "Kindern von Suchtkranken". Sie richtet sich an alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, besonders an Lehrkräfte, Erzieher, Mitarbeitende der Jugendhilfe und natürlich die Sucht-Selbsthilfe und die Suchthilfe.
Die Situation der Kinder in solchen Familien, ihre Gefühle sowie die Regeln und Rollen, die sie schon früh übernehmen, um im Suchtsystem zu überleben, werden in der 34-seitigen DIN-A-4-Broschüre anschaulich dargestellt. "Rede nicht, traue nicht, fühle nicht", diese Regeln werden von den Kindern gelernt und sind ohne Hilfe von außen nur schwer wieder abzulegen. Die Broschüre zeigt deshalb nicht nur Fakten und Risiken auf, sondern geht ganz konkret auf mögliche Hilfen ein. Welches Verhalten ist hilfreich? Welche Botschaften brauchen diese Kinder? Jeder Erwachsene an seinem Platz kann etwas tun kann um den Kindern aus Suchtfamilien Mut zu machen und Halt und die notwendige Hilfe anzubieten. Neben solchen Informationsmaterialien sind Fachtage zum Thema "Kinder von Suchtkranken Halt geben" ein wichtiger Teil des Projektes. Der erste Fachtag findet am 8. Februar in Kassel statt, weitere sind geplant am 10. Mai in Flensburg, am 14. Juni im Therapiezentrum Römhild, am 15. November in Essen und am 14. Februar 2007 in Stuttgart.
Die Broschüre "Kindern von Suchtkranken Halt geben" ist kostenlos zu beziehen über die Geschäftsstelle der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Bundesverband e.V., Untere Königsstraße 86, 34117 Kassel. Tel.: 05 61 / 78 04 13, Fax: 05 61/71 12 82, E-Mail:
mail@freundeskreise-sucht.de. Bei mehreren Exemplaren wird um Portoerstattung gebeten. Über die Freundeskreise sind auch Informationen zu den Fachtagen zu erhalten. Infos zum Projekt finden Sie auf der Homepage
www.freundeskreise-sucht.de
Pressemeldung des Bundesverbands der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe e.V. vom 31.01.2006








