Ess-Erziehung
Schon Kinder von Ess-Störungen betroffen
Von Ess-Störungen aufgrund eines übertriebenen Schönheitsideals sind nach Expertenerfahrung immer häufiger auch schon Kinder betroffen. Das berichtete die Suchtexpertin Ingeborg Holterhoff-Schulte anlässlich einer Fachtagung in Hannover, die im Herbst 2002 stattfand. Mit der Vorbeugung gegen Ess-Störungen hatten sich in Hannover rund 120 Experten beschäftigt.
"Die Mädchen mit solchen Problemen werden zunehmend jünger", erläuterte die Referentin für Suchtprävention bei der Niedersächsischen Landesstelle gegen Suchtgefahren in einem dpa-Gespräch. Oft fingen schon Zehnjährige grundlos mit Diäten an. "Deshalb müssen wir mit der Prävention schon bei Kindern beginnen", meinte Holterhoff-Schulte.
"Die Models sind alle zu dünn"
Ursachen für Ess-Störungen sieht Holterhoff-Schulte unter anderem in der Werbung und dem vermittelten Schönheitsideal. "Die Models sind alle zu dünn. Das sind Vorbilder, denen die Mädchen nicht ausweichen können." Magersucht könne aber auch eine Folge von Problemen mit dem Erwachsenwerden und dem Ablösen vom Elternhaus sein. "Mit der Magersucht bleiben die Mädchen Kind."
Rund 90% der Mädchen im Alter von 13 Jahren wollten nach Umfragen gerne dünner sein, obwohl sie ein normales Gewicht hätten, sagte Holterhoff-Schulte. "Probleme mit der Pubertät und dem anderen Geschlecht regelten viele Mädchen vor allem über ihren Körper und ihr Aussehen."








