Ess-Erziehung
Kinderärzte: Die meisten Werbebabys sind zu dick
Die Werbung verführt Eltern dazu ihre Kinder zu überfüttern. Das kann für die Kinder lebenslanges Übergewicht zur Folge haben. "Die meisten Babys und Kleinkinder, die in TV-Spots und auf Plakatwänden auftauchen, sind zu dick," warnt Dr. Klaus Gritz, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. "Eltern von Kleinkindern sollten sich nicht von schlechten Vorbildern verunsichern lassen."
Die Werbeindustrie setzt dicke Kinder ein, weil sie "niedlich" wirken, Beschützerinstinkte und damit wiederum Kaufanreize auslösen", erklärte Gritz. "Viele Eltern orientieren sich jedoch an den überernährten Kindern und machen sich Sorgen, weil die eigenen Kinder weniger rund und rosig sind". Die mit am häufigsten gestellte Frage in der Kinder- und Jugendarztpraxis sei: "Ist mein Kind zu dünn?" So wie viel zu magere Teenie-Models junge Mädchen zum Hungern verführten, so verführten überernährte Baby-Models viele Eltern dazu, ihr Kind zu überfüttern, sagte Gritz.
"Damit legen sie die Basis zu falschem Essverhalten und oft lebenslangem Übergewicht," warnte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.








