Babypflege & Hygiene
Was tun bei einem wunden Baby-Po?
Durchschnittlich zwei Jahre und drei Monate dauert es, bis ein Kind "trocken" ist, also bis es gelernt hat, den Gang zur Toilette selbst zu kontrollieren. Während der Zeit, in der ein Kind Windeln trägt, wird es höchstwahrscheinlich in der ein oder anderen Form Windel-Dermatitis bekommen. Windel-Dermatitis ist ein Wundwerden der Gesäß- und Genitalregion: die Haut ist gerötet, glänzt und nässt unter Umständen auch stellenweise. Manchmal sind die betroffenen Hautareale auch schuppig und trocken.
In besonders schweren Fällen treten kleine Bläschen auf der Haut auf. Dadurch können rissige und blutende Wunden entstehen und die wunden Stellen dehnen sich auch auf die Haut außerhalb des Windelbereiches aus.
Die Ursachen für Windel-Dermatitis können unterschiedlich sein, meistens sind jedoch nasse Windeln, die zu lange am Körper getragen werden, daran schuld. Das Risiko steigt, wenn das Baby an Durchfall leidet oder stark säurehaltige Nahrung zu sich genommen hat. Kinder, die von Natur aus eine zarte, trockene oder besonders reizempfindliche Haut haben, oder schon im Vorfeld unter Ausschlag oder Milchschorf leiden, sind am ehesten betroffen. Auch die falschen Salben oder Puder können zum Wundwerden beitragen.
Ist die Pflege schuld?
Wenn ein Baby Windel-Dermatitis bekommt, sollten die Eltern zunächst mögliche Fehler bei der Pflege des Babys in Betracht ziehen. Meistens reichen ein paar unkomplizierte Maßnahmen schon aus, um die Symptome zu lindern und die Rötung zum Abklingen zu bringen:
- Die Windeln des Babys sollten regelmäßig gewechselt werden - möglichst bald nachdem sich das Kind eingenässt hat.
- Die betroffenen Stellen sollten ein paar mal am Tag für eine Weile unbedeckt- also ohne Windel - bleiben. Dabei ist es wichtig, das Kind vor Zugluft zu schützen. Idealerweise sollte die Haut nach dem Abnehmen einer nassen Windel und Säubern an der Luft trocknen.
- Zur Reinigung der Windelregion empfehlen sich Öltücher, denn sie reinigen besonders schonend und entziehen der Haut keine Feuchtigkeit
- Um vor weiteren Irritationen zu schützen, sollte eine Zinksalbe auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.
- Oft kann es hilfreich sein, zumindest für eine Weile von Plastikwindeln auf Stoffwindeln umzusteigen, da diese eine bessere Belüftung der Haut ermöglichen. Hierbei sollte jedoch auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Windeln beim Waschen gründlich nachgespült werden, denn auch Waschmittel-Rückstände können schuld am Wundwerden des Babys sein.
Ein Tipp
Wenn das Wundwerden definitiv auf das Einnässen der Haut im Windelbereich zurückzuführen ist, können Sie eine zinkhaltige Creme auf zwei Leinen-Läppchen auftragen, die dann vor dem Anlegen der Windel auf die Gesäßhälften des Babys gelegt werden. Dadurch ist die Haut besser vor den säurehaltigen Ausscheidungen geschützt und kann schneller abheilen.
Sollte die Rötung nach einigen Tagen noch nicht abgeklungen sein oder hat sich sogar ausgedehnt, ist ein Besuch beim Kinderarzt notwendig. Durch einen Abstrich kann der Arzt feststellen, ob die Haut eventuell von Bakterien oder Pilzen befallen ist. In diesen Fällen werden zur Behandlung in der Regel leicht kortisonhaltige oder antimykotische Salben verschrieben.








