Babypflege & Hygiene
Direkte Sonne: Gefahr für Säuglinge und Kleinkinder
Eltern sollten die Gefahr durch die Sonne für ihre Kinder ernst nehmen. Darauf weist jetzt ein Hamburger Expertenforum hin. Insbesondere am Meer, wo die Wirkung durch Reflexion und Wind noch verstärkt werde, seien geeignete Maßnahmen wichtig. Gerade die empfindliche Babyhaut sei den energiereichen UV-Strahlen noch nicht gewachsen.
Bei Babys sind die Anpassungs- und Schutzmechanismen noch nicht voll ausgebildet. So produziere die Haut weniger Hautpigmente (Melanin) und sei zudem noch nicht in der Lage, eine so genannte Lichtschwiele auszubilden, die vor dem Eindringen der Strahlen in tiefere Hautschichten schützt. Säuglinge und Kleinkinder entwickelten deshalb schneller einen Sonnenbrand. Doch mit jedem Sonnenbrand vor allem im Kindesalter wachse das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken um ein Vielfaches.
Vermeiden von direkter Sonnenbestrahlung
"Die wichtigste Sonnenschutzmaßnahme ist richtiges Verhalten", meint auch Professor Hölzle, Direktor der Dermatologischen Abteilung der Städtischen Kliniken Oldenburg. Er weist darauf hin, dass Säuglinge und Kleinkinder niemals der direkten Sonne ausgesetzt werden sollten. Absolut tabu sei das Spielen in der Mittagssonne. Selbst im Schatten wäre durch die indirekte Strahlung ein geeigneter Sonnenschutz wichtig.
Babys und Kleinkinder sollten nach Ansicht des Hamburger Expertenforums grundsätzlich bekleidet sein und einen Sonnenhut tragen. Unbedeckte Hautpartien schütze man am besten mit physikalischen Lichtschutzfiltern, also Sonnenschutzmitteln mit Mikropigmenten, die einen Lichtschutzfaktor von 15 bis 20 haben. Sonnencremes mit chemischem Lichtschutzfilter sollten nach Ansicht des Forums nur in Ausnahmefällen verwendet werden, zum Beispiel, wenn sich das Kind doch kurzfristig im Sonnenlicht oder sogar im Wasser aufhält.








