OECD-Studie
Immer mehr Mädchen übergewichtig bis fettleibig
Der Anteil übergewichtiger Mädchen in Deutschland hat sich laut einer OECD-Statistik binnen weniger Jahre verdoppelt. Experten warnen vor den Gesundheitsrisiken.
Allen Aufklärungsversuchen und Aufrufen zu einer gesunden Ernährung zum Trotz werden deutsche Mädchen immer dicker. Laut einem Bericht der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat sich der Anteil fettleibiger Mädchen seit 2001 verdoppelt und ist damit nahezu Spitzenreiter der Statistik.
Im Jahr 2001 waren 5,5 Prozent der 15-jährigen Mädchen fettleibig, 2006 waren es bereits 11 Prozent. Der Durchschnitt der 25 OECD-Länder, die in die Studie eingeflossen sind, liegt bei nur 10,1 Prozent. Bei den gleichaltrigen Jungen stieg der Anteil im Studienzeitraum von 13,7 auf 16 Prozent und liegt damit unter dem Durchschnitt von 17,2 Prozent. Dass es auch anders geht, zeigen die Zahlen aus Nordeuropa. In Irland ist der Anteil der übergewichtigen Mädchen um 7 Prozent und in Norwegen um 5 Prozent gesunken. Überraschenderweise haben trotz ihrer Schwäche für üppige Frühstücksgelage und Fish-and-Chips 21 Prozent der Mädchen Gewicht verloren.
Erst vor kurzem ergab eine Studie des Herzzentrums der Universität Leipzig, das Übergewicht und Fettleibigkeit bereits in frühem Kindesalter Krankheiten begünstigen können. So weisen bereits übergewichtige Kinder Blutgefäßschäden auf, die zu Arterienverkalkung führen können. Außerdem ist ihr Blutdruck höher als der normalgewichtiger Altersgenossen. Auch das Diabetes-Risiko steigt mit zunehmendem Körpergewicht. Um der Fettleibigkeit und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken einen Riegel vorzuschieben, hat der Bundesrat dem Antrag zugestimmt, kostenlos Obst in Schulen zu verteilen. Einige Länder lehnten eine Beteiligung aus finanziellen Gründen ab.








