Verbraucherschutz
Weniger Rückstände in unseren Lebensmitteln
Eine gute Nachricht für alle Freunde der Vollwertkost: Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Getreide enthalten weniger Rückstände von Pestiziden als noch im Vorjahr.
Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) in ihrem Jahresbericht 2008, der jetzt veröffentlicht wurde. Gerade heimische Lebensmittel haben sich dabei eine goldene Nase verdient. Sie zeigten nicht nur geringere Belastungen durch Pestizide als im Vorjahr, sondern enthielten außerdem deutliche weniger Rückstände als Importware.
Die Untersuchungseinrichtungen der amtlichen Lebensmittel- und Veterinärüberwachung testeten insgesamt 16.986 Proben von Lebensmitteln tierischen Ursprungs sowie frisches und tiefgefrorenes Obst und Gemüse, Getreide und Kleinkindernahrung. Nur bei 1,9 Prozent (im Vorjahr noch 2,7 Prozent) der untersuchten Lebensmittelproben aus Deutschlandland wurden Überschreitungen der zugelassenen Höchstmengen an Pflanzenschutzmitteln gemessen. Zum Vergleich: Bei den Proben aus den EU-Staaten waren es 3,0 Prozent (im Vorjahr 5,0 Prozent) und bei den Drittstaaten 9,1 Prozent (im Vorjahr 9,5 Prozent).
Wie ein Sprecher der BVL in Braunschweig mitteilte, gelten Säuglings- und Kleinkindernahrung als nahezu rückstandsfrei. Besonders häufig positiv aufgefallen sind außerdem Blumenkohl, Kohlrabi, Karotten, Bananen und Äpfel. Vorsicht geboten ist etwa bei Maracuja, frischen Kräutern, Grünkohl, Tee oder Zitronen. Diese Waren können die zugelassenen Pestizid-Höchstmengen überschreiten. Relativ häufig beanstandet wurden außerdem Tafeltrauben und Äpfel aus Chile. Wer sich vor Pestiziden schützen will, greift am besten zu heimischer und saisonaler Ware oder entscheidet sich gleich für Bioprodukte.



